«Endlich geht es richtig los. Ich freue mich riesig auf das Spiel vom Sonntag und den Meisterschaftsauftakt in einer Woche gegen Düdingen», sagt Madlaina Matter im Vorfeld der Begegnung gegen den Cupfinalisten NUC.

Unter der Leitung von Assistenz-Trainer Riccardo Boieri, der in den vergangenen Jahren unter anderem den SC Potsdam (Bundesliga) und die griechische Nationalmannschaft betreute, wurden bei den Baselbieterinnen in erster Linie der letzte spielerische Feinschliff und verschiedene taktische Varianten geübt.

«Wenn man wie wir gleich neun neue Spielerinnen in der Mannschaft hat, dauert es seine Zeit, bis die Abstimmung stimmt. Aber es wird immer besser und ich bin zuversichtlich, dass wir am Wochenende den ersten Pokal nach Aesch holen werden», sagt Matter, die am 19. Oktober 22 Jahre alt wird und gleichzeitig die dienstälteste Akteurin von Sm’Aesch Pfeffingen ist.

Verbesserte Defensive 

Aus Trainerkreisen ist zudem zu hören, dass sich die Mannschaft gegenüber dem Vorjahr, als man hinter Volero Zürich den Vize-Meistertitel holte, vor allem in der Defensive stark verbessert hat. Aber auch in der ziemlich neuformierten Offensivabteilung finden die Deutsche Dora Grozer (Aussenangriff) und die Brasilianerin Jessica Ventura (Diagonal) immer besser ins Spiel.

Was die Abwehr betrifft, kann Head-Coach Andreas Vollmer, der zurzeit als Assistenztrainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Japan weilt, vor allem auf die neue Libera Kristen Tupac-Hahn zählen und verfügt zudem auf der Mittelblocker-Position mit der neu von Volero gekommenen Gabi Schottroff (192 cm) und den beiden aus der Vorsaison verbliebenen Matter und Lea Werfeli drei Topspielerinnen im Kader.

Kreuzbandriss bei Fabien

Auch wenn bis zuletzt alles nach Wunsch gelaufen ist, gibt es seit dem vergangenen Wochenende eine schwere Verletzung im Team zu beklagen: Beim letzten Testspiel in Erfurt gegen den Bundesligisten USC Münster riss sich beim allerletzten Ballwechsel der Partie Solenn Fabien das Kreuzband. Die in der Schweiz ausgebildete 20-jährige Französin fällt damit wohl für den Rest der Saison aus. Ob und wie man bei Sm’Aesch Pfeffingen diesen Ausfall kompensieren will, steht noch nicht fest.

Die wohl wichtigste Rolle im Team nimmt die US-Amerikanerin Taylor Tashima ein. Die erst 22-Jährige aus Wilmette, Illinois, ersetzt als Passeuse die Niederländerin Tess von Piekartz. Sie ist im Spiel so etwas wie der verlängerte Arm des Trainers und muss seine im Kopf ablaufenden Spielzüge auf dem Platz umsetzen.

Der Teamspirit stimmt

Nach nur wenigen Wochen des Zusammenseins scheint der Teamspirit bereits im Aescher Team angekommen zu sein: «Es ist beinahe unglaublich, wie gut wir uns bereits verstehen. Nicht nur auf dem Feld läuft es gut, sondern auch in der Freizeit unternehmen wir Spielerinnen viel zusammen», sagt Matter zum Schluss.

Und wer weiss, vielleicht kann die neue Capitaine am Ende des Spiels tatsächlich den ersten Pokal in der Vereinsgeschichte in die Höhe strecken. Ein solcher Erfolg wäre natürlich sehr gut fürs Selbstvertrauen, denn die im Vorfeld der Meisterschaft immer wieder als Titelfavoritinnen gehandelten Baselbieterinnen treffen am nächsten Sonntag in der heimischen Löhrenackerhalle auf Titel-Mitfavorit Volley Düdingen (17.00), ehe man danach gleich fünfmal hintereinander auswärts antreten muss.