Volleyball

Sm'Aesch Pfeffingen zittert sich zum Sieg, Traktor Basel verliert

Sm'Aesch-Spielerin Megan Cyr und ihr Team überzeugten im ersten Spiel des Jahres nicht. (Archiv)

Sm'Aesch-Spielerin Megan Cyr und ihr Team überzeugten im ersten Spiel des Jahres nicht. (Archiv)

Sm’Aesch Pfeffingen bekundet bei Aufsteiger Val de Travers mehr Mühe als erwartet und gewinnt nur knapp mit 3:2-Sätzen. Die Favoritinnen machten sich mit vielen Eigenfehlern das Leben selbst schwer. Traktor Basel verliert hingegen gegen Volley Schönenwerd.

Nach der klaren 0:3-Niederlage im letzten Spiel des Altjahres gegen ein stark aufspielendes Volley Lugano wollten die Spielerinnen aus dem Baselbiet in der ersten Partie des neuen Jahres nicht nur Wiedergutmachung, sondern auch die drei budgetierten Punkte aus dem Kanton Neuenburg mit nach Hause nehmen. Doch schon der Beginn dieser scheinbar einfachen Auswärtspartie gegen den eher bescheidenen Aufsteiger verkam zu einem veritablen «Chrampf». Nach einer knappen 16:14-Führung für Sm’Aesch beim zweiten technischen Time-Out drehten die Gastgeberinnen auf und lagen ihrerseits mit 21:18 in Front. Diesen Vorsprung rettete das Team von Trainer Luiz Sousa etwas glücklich bis zur Satzführung ins Ziel.

Dass dieser missglückte Start nach dem Weihnachtsurlaub Sm’Aesch-Trainer Andreas Vollmer nicht gefiel, war allen Beteiligten klar. Seine wohl sehr deutliche Pausenansprache schien im zweiten Satz Wirkung zu zeigen. Nach einem Blitzstart mit Punkten von Dora Grozer und der guten Blockarbeit von Madlaina Matter und Jazmine White lagen die Baselbieterinnen schnell mit vier bis sechs Punkten in Führung und hielten das Tempo bis zum klaren Satzresultat von 25:14 hoch.

Sm’Aesch Pfeffingen dreht im letzten Moment auf

Im dritten Satz bot sich das gleiche Szenario. Endlich punkteten Topskorerin Taylor Fricano und die leicht angeschlagene Livia Zaugg so, wie man es von den Titelanwärterinnen normalerweise gewohnt ist. Nach einem zwischenzeitlichen 9:9 schalteten die Sm’Aesch-Spielerinnen sofort einen Gang höher und distanzierten ihre Gegnerinnen kontinuierlich, bis der klare Satzgewinn (25:15) und damit die 2:1-Satzführung Tatsache war.

Es schien alles angerichtet für einen doch noch souveränen Auswärtssieg, denn auch der Beginn in den vierten Satz gelang dem Favoriten wunschgemäss. Doch danach hörte das Team um Capitaine Matter aus unerfindlichen Gründen auf, den auf dem Tablett bereitliegenden Sieg möglichst schnell zu bewerkstelligen. Die Schwächephase Sm‘Aeschs war ein Weckruf für die Neuenburgerinnen, bei denen Alexandra Davenport, Cheshire Kory und Topskorerin Makena Schoene ihre Chance sahen, diese gegen nicht mehr präsente Aescherinnen auch konsequent wahrnahmen und auf 20:15 davonzogen. Erst spät reagierten die Gäste, zu spät. Mit 27:25 erzwang der Aufsteiger das Tie-Break.

In diesem war Sm’Aesch Pfeffingen wieder bereit und holte sich relativ deutlich den Zusatzpunkt. Dass diese zwei Punkte gegen Val de Travers aber nicht den Erwartungen des Trainerstaffs entsprachen, bewies die äusserst lange Besprechung nach der Partie in der Umkleidekabine, ehe man die wohl ziemlich ruhige Heimreise in Richtung Aesch antrat. Coach Vollmer zog ein deutliches Fazit: „Wir haben in den beiden verlorenen Sätzen viel zu oft die falschen Entscheidungen getroffen und extrem viele Eigenfehler begangen. Das darf in einem solchen Spiel einfach nicht passieren."

Underdog Traktor Basel holt einen Satz

Die NLA-Herrenmannschaft des Traktor Basel startete das neue Jahr so, wie sie das Alte abgeschlossen hatte: mit einer Niederlage gegen einen haushohen Favoriten. Gegen Volley Schönenwerd, die aktuell zweitbeste Mannschaft der Liga, hielt der Aufsteiger gut mit und gewann sogar den dritten Satz. Die nächsten vier Wochen werden über die Play-Off Teilnahme entscheiden. Zurzeit steht Traktor auf dem achten Platz und wäre somit gerade noch für die Playoffs berechtigt. 

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1