Beim beidseitigen Startfurioso wussten sich vor allem die beiden Topskorerinnen in Szene zu setzen. Gergana Dimitrova bei Sm’Aesch und die Argentinierin Josefina Fernandez prägten bis zum Spielstand von 10:10 das Geschehen.

Doch dann stand der Block bei den Gästen mit der 197 cm grossen Holländerin Nicole Koolhaas besser und die Angriffe des Heimteams, von Passeuse Jovana Gogic eingeleitet, waren nicht mehr zwingend, sodass die sehr kompakt auftretenden Jurassierinnen nach einem Zwischenspurt mit fünf Punkten in Führung lagen und diese bis zum Satzende nicht mehr abgaben. In dieser Phase war auch ein Klassenunterschied bei den beiden Liberas auszumachen. Während Thays Deprati in ihren Aktionen eher zögerlich wirkte, zeigte Beachvolleyballerin Taryn Sciarini immer wieder ihr grosses Können.

Ereignisse überstürzten sich

Im zweiten Satz war eine Reaktion des Teams von Cheftrainer Timo Lippuner gefragt. Und die kam in Form eines Aufbäumens. Zwar waren bis zum erneuten Stand von 10:10 immer noch zu viele Missverständnisse und Eigenfehler bei den jungen Gastgeberinnen auszumachen, doch plötzlich klappte vieles besser und Sm’Aesch lag immer wieder knapp in Führung.

Und dann überstürzten sich die Ereignisse. Zuerst griff Hauptschiedsrichter Enkerli ins Geschehen ein, verwehrte dem Heimteam einen klaren Punkt und damit schien auch der zweite Satz verloren. Doch mit dem lautstarken Publikum im Rücken und einigen schönen Punkten von Laura Künzler und der nach ihrer Verletzung erstmals wieder in der Stammsechs stehenden Lucija Mlinar konnten die Baselbieterinnen den fünften Satzball im Feld unterbringen und damit ausgleichen.

Das Hadern mit den Schiris

Nach der kurzen Pause ging der Abnützungskampf weiter. Sm’Aesch Pfeffingen, jetzt mit einer stark verbesserten Deprati, konnte aber einen zwischenzeitlichen 5-Punkte-Vorsprung nicht verwalten und musste den Satz letztlich völlig unnötig mit 24:26 abgeben. Das nervenaufreibende Auf und Ab setzte sich auch im vierten Satz fort. Den FM-Blitzstart konterten die Gastgeber postwendend, ehe sie erneut durch einige äusserst fragwürdige Entscheide der schwachen Refs gebremst wurden.

Zwar versuchte Captain Kerley Becker ihre Kolleginnen nochmals aufzurichten, doch die auch kämpferisch überzeugenden Gäste machten den Sack in der Folge mit etwas Glück zu und entführten drei Punkte in den Jura. Das Fazit für Trainer Lippuner war klar: «Der Gegner konnte heute seine Stärken ausspielen, wir nicht.»