Nach der Qualifikation für die Finalrunde der besten sechs Teams hatte man bei Sm’Aesch Pfeffingen die Ziele neu und hoch gesteckt. Der kleine Playoff-Final um Platz 3 soll es werden. Mit Kanti Schaffhausen kam am Mittwochabend der Verein mit dem hinter Volero Zürich und Volley Köniz höchstens Jahresbudget nach Aesch.

Ausserdem konnten die Gäste nach langer krankheitsbedingter Pause wieder auf die ehemalige Sm’Aesch-Angreiferin und aktuelle Schweizer Nationalspielerin Laura Sirucek zählen: «Ich bin froh, wieder mitspielen zu können», sagte die Solothurnerin vor dem Spiel.

Doch all dies liess das Heimteam zu Beginn der Partie kalt und dank sehr variablem Angriffsspiel resultierte ein klarer zwischenzeitlicher Vorsprung von bis zu acht Punkten. Doch beim Spielstand von 20:14 riss plötzlich der Faden und die sechs Servicefehler in diesem Startsatz wären dem Heimteam beinahe noch zum Verhängnis geworden. Doch Gergana Dimitrova und die vor allem am Block starke Kerley Becker beendeten mit ihren Punkten jegliche Spekulationen und die Satzführung wurde Tatsache.

Etwas schwerer taten sich die Birstalerinnen dann im zweiten Satz. Zwar konnte die Servicefehlerquote halbiert werden, doch die Schaffhauserinnen verteidigten jetzt viel besser und im Angriff punktete die wiedergenesene Sirucek.

In dieser Phase zeigten dann aber vor allem Topskorerin Laura Künzler und die in der Mitte eingewechselte Madlaina Matter ihre Qualitäten und mit einem fulminanten Schlussspurt holte sich Sm’Aesch mit dem gleichen Resultat auch den zweiten Satz.

Mit dem klaren Sieg vor Augen taten sich die Gastgeberinnen nach der kurzen Pause etwas schwer und die Servicefehlerquote stieg wieder an. Doch gegen die erfolgreichen Angriffe von der immer besser in Fahrt kommenden 18-jährigen Bulgarin Dimitrova (19 Winnerpunkte) und der kompromisslos spielenden noch zwei Jahre jüngeren Maja Storck war in der Folge kein Kraut gewachsen und Künzler verwertete den ersten Matchball sicher.

Gestärktes Selbstvertrauen

Nach dem klaren Sieg herrschte bei den Sm’Aesch-Spielerinnen grosse Freude, vor allem bei der Juniorin Storck: «Es war super, der Trainer hat mich im dritten Satz von Anfang an gebracht und mir gelangen bei sechs Versuchen gleich vier Punkte.

Irgendwie geht alles viel einfacher, wenn man weniger Druck hat.» Head-Coach Timo Lippuner unterstrich die Leistung seiner Diagonalangreiferin: «Sie hat schon am Wochenende beim U23-Finalturnier gross aufgespielt und konnte den Schwung ins heutige Spiel mitnehmen. Jetzt können wir am Sonntag mit gestärktem Selbstvertrauen nach Neuenburg reisen und dort unsere heutige Leistung bestätigen.»