Laufsport
So schnell wie in diesem Jahr war der St.Nikolaus in Allschwil noch nie

Merhawi Asmelash gewinnt den 34.Allschwiler Klausenlauf in neuer Rekordzeit. Sandra Beck triumphiert bei den Frauen. Rund 1100 Startende kamen in den Genuss eines fröhlichen Sonntagserlebnisses.

Ulrich Fluri
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Ein Esel hätte auch beim Allschwiler Hauptfeld nicht gereicht: Der Nikolaus tritt in die Pedale.

Ein Esel hätte auch beim Allschwiler Hauptfeld nicht gereicht: Der Nikolaus tritt in die Pedale.

Ulrich Fluri

Für die meisten der rund 1100 Startenden ging es am zweiten Adventssonntag darum, eine Woche nach dem Basler Stadtlauf die Saison in Allschwil in beschaulichem und familiärem Rahmen abzuschliessen.

Den rührigen Organisatoren ist es dabei einmal mehr gelungen, auch die 34. Auflage mit allerlei Folklore und fröhlichem St.-Nikolaus-Treiben aufzumischen und als stimmungsvolles Läuferfest zu zelebrieren.

Ein richtiger Klausenlauf eben, mit Start und Ziel im historischen Dorfkern von Allschwil. «Wir gestalten den Klausenlauf bewusst als fröhliches Sonntagserlebnis für die ganze Familie», erklärt OK-Chef Alain Hutter den alljährlichen Erfolg.

Nikolaus führt das Feld

Die Hauptklassen hatten auf der 10,2 Kilometer langen, leicht kupierten Strecke hinaus in den Allschwilerwald und zurück artig dem Nikolaus an der Spitze zu folgen. Dieser ohne Esel, dafür auf einem schnittigen Mountainbike – ein gewöhnungsbedürftiges Bild.

Aber schliesslich hatte der gute Mann mit prächtigem Bart und roter Kutte eine Meute verbissener Joggerinnen und Jogger im Schlepptau, und das liess sich nur mithilfe von Hightech bewältigen.

Nicolas Collas ohne Chance

Er war in Allschwil bereits viermal der Schnellste und trägt als Namensvetter von Niklaus den französischen Namen Nicolas, also sozusagen ein psychologischer Bonus. Das hat dem Seriensieger aus Binningen diesmal aber wenig geholfen.

Mit Merhawi Asmelash war nämlich auch der letztjährige Tagesbeste am Start, und der liess Collas nicht den Hauch einer Chance. Sein Vorsprung: 2 Minuten und 3 Sekunden. «Ich habe gestern mit Freunden meinen Namenstag gefeiert, das war vielleicht etwas zu viel», versuchte sich Collas zu trösten.

Streckenrekord pulverisiert

Nebst seinem klaren Sieg pulverisierte der in Dornach wohnhafte Eritreer den bisherigen Streckenrekord von Nicolas Collas um 1 Minute und 22 Sekunden und setzte mit 31 Minuten und 47 Sekunden eine hochkarätige Bestmarke.

Im Frauenrennen war die 45-jährige Sandra Beck als Kategoriensiegerin des letztwöchigen Stadtlaufs das Mass aller Dinge.

Sie konnte im grossen Männerpulk laufend die 20 Jahre jüngere Therwilerin Corinne Grieder in der Siegerzeit von 40 Minuten und 54 Sekunden mit einem Vorsprung von 39 Sekunden sicher in Schach halten. «Ich werde scheinbar mit zunehmendem Alter immer besser», scherzte die zierliche Läuferin aus Basel.