Mit einem 4:3-Sieg nach der Overtime hat sich der EHC Basel am Dienstag die «Belle» am diesem Samstag in Dübendorf erspielt. Noch vor einer Woche hatte es nach einem vorzeitigen Saisonende für den EHC Basel ausgesehen. Die Basler lagen nach den ersten zwei Spielen in der Playoff-Viertelfinal-Serie gegen den EHC Dübendorf mit zwei Niederlagen in Rückstand. Die Saison schien schon vorbei, doch der EHC Basel fing sich und zeigte in eindrücklicher Manier, dass er sich keineswegs abgeschrieben hatte.

Vergangenes Wochenende gewannen die mit dem Rücken zur Wand stehenden Basler auswärts gleich 6:1 und liessen den Dübendorfern keine Chance. Am Dienstag stand Spiel 4 an und damit der zweite Matchpuck für den Gegner des EHC Basel. Trotz einem Zwei-Tore-Rückstand kamen die Basler abermals zurück und dominierten den Gegner im letzten Drittel sowie der Overtime.

Nun kommt es zum entscheidenden, fünften Spiel: zur «Belle». Nach einem Regenerationstag am Mittwoch berief Trainer Albert Malgin seine Spieler am Donnerstag wieder aufs Eis. Es gibt nämlich noch Verbesserungspotenzial beim EHC Basel: «Wir müssen sicher die Effizienz vor dem Tor verbessern. Dann müssen wir hoffentlich nicht wieder zittern bis zum Schluss», sagt Assistenz-Captain Joshua Schnellmann. Bessere Chancenauswertung und schon ab dem ersten Drittel Vollgas geben, das könnte das Erfolgsrezept sein.

Spieler entfachen das Feuer

Mental muss sich die Mannschaft nicht zusätzlich pushen, die Basler schauen auf eine Woche mit Erfolgserlebnissen zurück. Zwei Siege nach Rückstand in beiden Spielen und der daraus resultierende Ausgleich der Serie – der EHC Basel hat Charakter bewiesen. Weshalb die Basler erst nach einem Rückstand so richtig ins Spiel fanden, kann sich Schnellmann nicht erklären. An feurigen Kabinenansprachen des Trainers in den Drittelspausen liegt es jedenfalls nicht. «Wir haben nicht den emotionalsten Trainer, wir pushen uns mehr gegenseitig. Der Trainer gibt einfach taktische Inputs. Es sind wir Spieler, die jeweils aufstehen und etwas sagen. So entfachen wir das Feuer in uns.»

Am Dienstag haben auch die über 1000 Fans in der St. Jakob-Arena geholfen. «Unglaublich, wie sie uns unterstützt haben. Das braucht es, vor allem in so einem Spiel.» In der Eishalle in Dübendorf werden wohl nicht so viele Basel-Anhänger mit von der Partie sein. Schnellmann freut sich aber schon auf eine hoffentlich gute Stimmung im Car nach Hause, denn er ist sich sicher: «Wir gehen dorthin und schaffen diesen Einzug ins Halbfinale!»