Nach sieben Niederlagen in sieben Vorbereitungsspielen war man auf das Schlimmste gefasst, aber bestimmt nicht auf dies: Der EHC Basel Kleinhüningen behält in der 1. Liga nach dem 5:4-Sieg im Auftaktspiel zu Hause gegen Münsingen auch beim zweiten Auftritt das bessere Ende für sich. Im Duell mit den Argovia Stars bekundeten die Basler erstaunlicherweise keinerlei Mühe, die nächsten drei Punkte einzufahren.

Auch der Nebel war kein Hindernis

In der Aarauer Eishalle, die aufgrund des grossen Temperaturunterschieds zwischen Luft- und Eistemperatur zur Nebel-Arena mutierte, begann das Startdrittel ausgeglichen. Doch dann machten sich die Gastgeber das Leben selber schwer. Mit drei unnötigen Strafen innert kürzester Zeit ermöglichten die Stars den Gästen aus Basel zwei Überzahl-Tore. Schäublin und Frehner konnten sich als Torschützen auszeichnen. Die Basler verwerteten ihre Chancen kaltblütig, die Argovia Stars dagegen sündigten im Abschluss gleich reihenweise.

Vorentscheidung im Mittelabschnitt

Obwohl im zweiten Drittel der kurzzeitige Anschlusstreffer hingenommen werden musste, konnte der zweite Abschnitt schliesslich zu Basler Gunsten entschieden werden. Wenige Augenblicke nach dem ersten Aargauer Treffer erzielte Hunziker für Basel KLH das 3:1. Kurz vor Ende des zweiten Spielabschnitts kam es gar noch besser für den Basler 1. Ligisten. Captain Schäublin erhöhte mit seinem zweiten Treffer – ein eiskalt verwerteter Shorthander– auf 4:1 für die Gäste.

Aarau im Nebel, Basel an der Sonne

Schnell erzählt ist die Geschichte des letzten Drittels. Die Argovia Stars nahmen vergeblich unzählige Anläufe, um den längst fälligen zweiten Treffer zu markieren. Basel Kleinhüningen seinerseits versuchte, dem Spielstand entsprechend die Partie so weit wie möglich zu kontrollieren. Der Nebel wurde für die Argovia Stars bis zum Ende immer dichter, Basel
erspielte sich im Gegensatz dazu mit dem zweiten Sieg hoch über dem Dunst einen Platz an der Sonne.

«Wir sind mit viel Selbstvertrauen aus dem Startspiel nach Aarau gereist und hatten zudem das Quäntchen Glück auf unserer Seite», sagte Headcoach Peter Salmik nach dem Spiel. Dazu kommt der Umstand, dass die Basler im Unterschied zu den Stars ihre Chancen in Tore ummünzten.

Playoffs als grosses Ziel

Zuerst einmal dürfen es die Basler geniessen, an der Spitze der Tabelle zu stehen. Geht es ähnlich weiter, sollte es keine allzu grosse Schwierigkeit sein, die als Saisonziel erklärten Playoffs zu erreichen. «Jetzt nehmen wir Spiel für Spiel, sind aber gleichzeitig auf einen Rückschlag gefasst», erklärt Salmik. Damit würde Basel hervorragend umzugehen wissen – sind sie sich doch Niederlagen aus der Vorbereitungsphase bestens gewöhnt.