Die Organisatoren des Anlasses – die drei Vereine Regio Basel, TV Basel und BTV Basel – sowie ihre Präsidentin Roswitha Körner hatten sich entschlossen, dieses Jahr den Anlass auf einen Tag zu limitieren und dafür die Kunstturnerinnen, welche ausschliesslich in ihren Vereinen trainieren, starten zu lassen. Dies mit vollem Erfolg. Auch wenn diese Jugendlichen «nur» 10 Stunden pro Woche trainieren – im Gegensatz zu den Kunstturnerinnen an einem regionalen Leistungszentrum mit bis zu 25 Stunden – so ist auch deren Leistung ansprechend.

Am Schwebebalken und am Boden zeigten die Sportlerinnen saubere Sprünge, wie Flickflack oder Salto, Pirouetten und einiges mehr. Am Stufenbarren sahen die zahlreich erschienenen Zuschauer Umschwünge, Holmen-Wechsel oder Sprünge zum Abschluss. Beim Sprung zeigten die Kunstturnerinnen mehrheitlich einen Überschlag mit sicheren Landungen, und wenn eine Teilnehmerin ein zusätzliches Element wie eine Drehung präsentierte, dann wurde dies am Samstag mit speziellem Applaus honoriert.

Spalinger wird regionale Meisterin

Da der kantonale Kunstturntag der einzige Wettkampf dieser Art in beiden Basel ist, wurden hier auch die Basler und Baselbieter Meisterinnen in ihrem Kategorien erkoren. In der obersten Kategorie P6 bis 18 Jahre wurde Cassandra Spalinger Baselbieter Meisterin. Sie freute sich herzlich über diesen Titel, weil sie das nicht erwartet hatte. «Ein Wettkampf läuft nicht immer gut, und dann kann alles passieren», meinte die Meisterin. Ihr ist der Barren gut gelungen, was eigentlich nicht ihr bestes Gerät sei. Bei ihrer letzten Station am Boden war Spalinger noch ausgerutscht und hat sich am Sprunggelenk verletzt.

Auch für Laura Wechsler war der Titel der Basler Meisterin in der Kategorie «open» eine schöne Überraschung. Mit 14 Jahren hat sie dies nun zum ersten Mal geschafft. Nachdem sie den ersten Versuch beim Sprung nicht durchgezogen hatte – sie war beim Anlauf geblendet worden – war sie lange unsicher, ob ihr zweiter Sprung mit einem Überschlag nun als besserer Versuch gewertet würde. Möglich wäre auch der Durchschnitt aus beiden Sprüngen gewesen, was ihr 5 Punkte und damit den Titel gekostet hätte. Im Training möchte Wechsler nun unbedingt an ihrem schwächsten Gerät, dem Schwebebalken, arbeiten. Zwar war sie an diesem Wettkampf nur noch einmal vom Balken gegangen, doch beim nächsten Wettkampf will sie fehlerfrei durchkommen.