Schweizer Cup
Später Lohn für kühlen Kopf: Die Old Boys überstehen die erste Qualifikationsrunde

Der BSC Old Boys übersteht die 1. Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup 2017/18. Gegen United Zürich setzen sich die Gelbschwarzen aber erst in der Verlängerung mit 3:1 durch.

Alan Heckel
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Der BSC Old Boys übersteht die 1. Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup 2017/18.

Der BSC Old Boys übersteht die 1. Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup 2017/18.

Juri Junkov/Fotograf

Nach dem starken Finish in der Promotion League traten die Old Boys in der 1. Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup mit breiter Brust an. Das brachte ihnen zwar optische und statistische Vorteile, doch die tief stehenden Gäste machten den Baslern in der letzten Zone das Leben sehr schwer. «In den vergangenen beiden Partien gingen wir jeweils früh in Führung, dieses Mal nicht. Das hat die Aufgabe natürlich erschwert», erklärte OB-Trainer Aziz Sayilir das «Hauptproblem» seiner Equipe.

Vor der Pause war es lediglich Karim Barry gewesen, der mit zwei Flachschüssen (32., 41.) für Torgefahr gesorgt hatte. Doch nach dem Seitenwechsel agierte OB-Captain Onut Akbulut etwas weiter hinten und riss mit seinen Diagonalbällen die Abwehr der Zürcher mehrfach auf. Ein solcher fand in der 53. Minute Barry, dessen missglückter Schuss eine ideale Vorlage für Mergim Ahmeti geworden wäre, hätte ihn nicht United-Verteidiger Scott Bitsindou vorher ins eigene Tor abgelenkt.

OB-Trainer Aziz Sayilir «In den vergangenen beiden Partien gingen wir jeweils früh in Führung, dieses Mal nicht. Das hat die Aufgabe natürlich erschwert.»

OB-Trainer Aziz Sayilir «In den vergangenen beiden Partien gingen wir jeweils früh in Führung, dieses Mal nicht. Das hat die Aufgabe natürlich erschwert.»

Marcel Bieri

In der Folge suchte das Heimteam den zweiten Treffer, hatte aber Pech, dass das Trio von Ref Yves Dégallier drei enge Entscheide zu seinen Ungunsten auslegte. Florian Müller wurde bei seinem Lauf aufs Gäste-Tor von einem Offside-Pfiff unterbrochen (60.) und Simon Dünkis Kopfball landete via Lattenunterkante wohl hinter der Linie, fand aber die Anerkennung nicht (64.). Dazu kam, dass die OB-Verteidigung in der 86. Minute Marco Peduzzi im Abseits wähnte. Die Fahne des Assistenten blieb aber unten und der United-Stürmer flankte auf den Kopf von Philipp Allemann, der die Verlängerung erzwang.

«Geduld nie verloren»

Der Ausgleich veränderte zwar die Ausgangslage, aber nicht die Phsyiognomie der Partie. Denn es waren weiterhin die Basler, die den Weg nach vorne suchten. «Kompliment an meine Spieler. Sie haben die Geduld nie verloren, kühlen Kopf bewahrt und sich dafür am Ende belohnt», lobte Trainer Sayilir.

Schliesslich war es Barry, der nach einer Akbulut-Flanke per Kopf zum 2:1 traf und in der 114. Minute für die grosse Erlösung bei den Gelbschwarzen sorgte. Die Gäste waren zu keiner Reaktion mehr fähig, stattdessen profitierte Artan Shillova noch von einem Bitsindou-Fehler und besorgte das 3:1-Schlussresultat.

Telegramm

BSC Old Boys – FC United Zürich 3:1 n.V. (0:0, 1:1, 1:1) 

Schützenmatte. – 160 Zuschauer. – SR Dégallier. – Tore: 53. Bitsindou (Eigentor) 1:0. 86. Allemann 1:1. 114. Barry 2:1. 118. Shillova 3:1.

Old Boys: Klaus; Serkan Sahin (113. Emre Sahin), Dünki, Limanaj, Sevinç; Korkmaz, Blatter (54. Shillova); Müller, Akbulut, Ahmeti (70. Tasholli); Barry.

United Zürich: Anicic; Temperli, Bitsindou, Gerken (67. Bétrisey), Geri; Brito (74. Peduzzi), Muharemi, Stefanovic, Marjanovic (85. Kaliki); Allemann; Srdic.

Bemerkungen: OB ohne Mbarga, Rietmann, Sudar (alle verletzt), Petrovic, Sadiku (beide 2. Mannschaft), Brems, Gutierrez und Tiago Lopes (alle kein Aufgebot). Zürich ohne Dragusin, Gomes, Kryieziu, Loue, Thalmann und Zivanovic (alle kein Aufgebot). – Verwarnungen: 60. Ahmeti (Reklamieren), 97. Temperli, 99. Akbulut (beide Unsportlichkeit), 114. Barry (Trikotausziehen). – 41. Pfostenschuss Barry. 64. Lattenkopfball Dünki. – 65. Gerken verletzt ausgeschieden. 115. Peduzzi verletzt ausgeschieden, Zürich spielt in Unterzahl zu Ende (Auswechselkontingent ausgeschöpft).