Basketball
Spiel und Spieler verloren: Bitterer Abend für die Starwings

Zeitweise spielten die Unterbaselbieter brillant und führten mehrmals mit über zehn Punkten Vorsprung. Zuletzt gewannen die Amerikaner der Luganesi, die fast durchspielten, die NLA-Partie klar mit 88:78. Auch wegen des Ausfalls von Adomas Drungilas.

Georges Küng
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Die Starwings verlieren das Spiel und ihren besten Mann
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Miroslav Petkovic im Zweikampf mit Luganos Marco Magnami.
Rokas Uzas (am Ball) spielt gross auf.
Starwings-Topscorer Povilas Cukinas lässt den Luganesi stehen.
Povilas Cukinas (l.) gegen Lugano-Topscorer Travis Watson.

Die Starwings verlieren das Spiel und ihren besten Mann

Uwe Zinke

Die Niederlage wäre für die Gastgeber zu verkraften gewesen, denn die Equipe mit dem kleinsten Budget muss nicht gegen ein Team, das seit Jahrzehnten eine Million und mehr in ein hochkarätiges Quintett «investiert», gewinnen. Gravierender ist der Ausfall des 207 Zentimeter grossen Adomas Drungilas (23), welcher in der 29. Minute von einem Gegenspieler gefoult wurde und sich mit grösster Wahrscheinlichkeit die Hand gebrochen hat. Und damit fehlte den «Wings» jener Mann, der im ersten Viertel 15 Punkte erzielt hatte und auf dem Weg, das Spiel seines Lebens zu machen.

Kein Rezept gefunden

Damit war der einzige «Brocken» der Birsfelder eliminiert; und Lugano konnte seinen Starspieler Trevis Watson nach Belieben unter dem Korb anspielen. Der Amerikaner, der seine Körbe primär mit seiner beeindruckenden Physis und «zum Korb drücken» erzielte, konnte von keinem Starwings-Akteur kontrolliert, geschweige denn gehalten werden.

Nach 27 Minuten lagen die Starwings mit 55:41 in Führung, doch bereits zu diesem Zeitpunkt spürte man, dass beim Gastgeber langsam die Luft ausgehen würde. Und weil Lugano ihr US-Quintett forcierte und ihnen insgesamt 190 Minuten von den möglichen 200 Minuten gewährte, kehrte die Partie im letzten Viertel vollends. Bis zur 33. Minute war das Skore ausgeglichen – dann sagte Lugano «Addio» und gewann auch die zehnte Partie in Folge.

«Nahezu perfekt gespielt»

«Wir haben im ersten Viertel nahezu perfekt gespielt», so Starwings-Cheftrainer Marko Simic. In der Tat liessen die Starwings den Ball schön zirkulieren und von den sieben Dreipunktwürfen landeten deren fünf Dreier im Korb. Doch es spricht für die Erfahrung der Tessiner, dass sie sich auch von mehreren Zehn-Punkte-Rückstanden nicht aus der Ruhe bringen liessen. Und dennoch muss man den Sieg hinterfragen, denn beim Gast spielte der ex-Internationale Wester Molteni eine marginale Rolle. Das Tessiner Eigengewächs darf primär von der Bank aus die fünf amerikanischen Profis anfeuern und vielleicht auch noch die Statistik führen.

Wollen die Starwings weiterhin konkurrenzfähig bleiben, werden sie einen physisch starken Center – vielleicht temporär – verpflichten müssen, um die Vakanz von Adomas Drungilas zu kompensieren.