Das letzte Heimspiel vor den Playoff-Viertelfinals und dem möglichen Final-Four-Turnier war nicht symptomatisch für den bisherigen Saisonverlauf. Oftmals lagen die jungen Starwings in der Pause zurück und kehrten die Partien im letzten Vier-tel. «Dies, weil wir über ein breites Kader verfügen, konditionell auf der Höhe sind, die Intensität hochhalten können und uns auch durch zwischenzeitliche Rückstände nicht aus der Ruhe bringen lassen», erklärt Trainer Pascal Donati.

Gegen das Schlusslicht Bulle war es jedoch für einmal anders. Nach den ersten vorzüglichen zwanzig Minuten, wo ein deutlicher Klassenunterschied zu sehen war, zerfiel das Spiel des Arlesheimer-Birsfelder Kombinats immer mehr, sodass man die letzten zehn Minuten sogar als «desaströs» bezeichnen muss. «Die Spannung war weg. Zudem habe ich fortlaufend rotiert und wir haben im Hinblick auf die kommenden Partien bereits Dinge probiert, die aber noch nicht ganz geklappt haben», erklärt Donati die zweite Halbzeit ab, welche mit 26:40 an die Freiburger ging.

Die grosse Leistungsdiskrepanz

Eigentlich sollten aus einer Nachwuchsequipe Spieler für das Fanionteam rekrutiert werden. Dies ist im Schweizer Basketball aber generell kaum der Fall. Besteht schon zwischen der Nationalliga B und der höchsten Spielklasse eine zu grosse Leistungsdiskrepanz, so ist die 1. Liga sogar Lichtjahre von der Nationalliga A entfernt. Dort sorgen zu neunzig Prozent die ausländischen Profispieler – auch wenn einige drittklassig sind – für die Punkte. Wohl wäre ein Aufstieg möglich, doch der Klubvorstand hat primär aus finanziellen Gründen und fehlenden personellen Ressourcen entschieden, eine allfällige Promotion nicht wahrzunehmen.

Bei den Starwings U23 ist es vielmehr so, dass in den schweren (Auswärts-)Partien Miroslav Petkovic ausgeholfen hat. In sieben Matches erzielte der Aufbauer der 1. Mannschaft 22 Punkte im Schnitt, obwohl er selten mehr als 25 Minuten spielen musste, damit «der Mist geführt war». Auch
Joël Fuchs wurde zweimal aufgeboten – und warf jeweils 22 und 23 Zähler. In der Nationalliga A kommt der Regensdorfer derzeit kaum zum Einsatz. Und punkten tut er schon gar nicht.

«Die Mannschaft zieht toll mit. In den Trainings habe ich bis zu 20 Spieler. Natürlich waren uns Miro und
Joël wertvolle Stützen gegen Aarau, La Chaux-de-Fonds, Gordola oder Lugano. Aber die anderen U23-Teams setzen, wenn es der Spielplan erlaubt, auch Spieler aus dem Nationalliga-A-Kader ein», schwächt Donati die Dominanz von Petkovic ab. Mit Alessandro Verga (16) kam bereits ein grosses Talent des Klubs in der 1. Liga zu Einsätzen. Ihm wird zugetraut, dass er einst das Niveau fürdieNationalligaA erreichen könnte.