So mancher Profifussballer lernte im frühen Teenageralter die Sportanlage Margelacker kennen, denn das U15-Osterturnier des SV Muttenz ist seit 1986 fester Bestandteil des Kalenders vieler nationaler Grossclubs.

Da könnte man meinen, dass es für den Veranstalter ein Selbstläufer ist, Jahr für Jahr ein attraktives Teilnehmerfeld zusammenzustellen. Doch Kevin Zimmermann verneint: «Es wird immer schwieriger, denn mittlerweile gibt es auch andere Turniere, die grössere Sponsoren im Boot haben.» Nachwuchsteams von Bundesligavereinen zu verpflichten, sei deshalb nur noch in Ausnahmefällen möglich.

Der Kreis schliesst sich

Zimmermann steht heuer erstmals dem sechsköpfigen OK des Turniers vor. Der Muttenzer, der gemäss eigener Aussage «seit eh und je» im Verein ist, gehörte in den letzten drei Jahren zum Team von Vorgänger Lothar Vecchi, dem er genau über die Schulter geschaut hat.

«Für mich ist es auf gewisse Art ein Kreis, der sich schliesst», erzählt der 27-Jährige. Denn als er beim SVM anfing, spielte er wie Yves Matthey-Doret, in dessen Gedenken der Anlass 2000 umbenannt wurde, auf der Goalieposition. «Yves stand im <Eins> zwischen den Pfosten und ich habe zu ihm aufgesehen.»

Der neue OK-Chef war als U15-Junior selbst Teilnehmer am Yves-Matthey-Doret-Memorial. An das exakte Jahr kann er sich nicht erinnern, wohl aber, dass es beim SC Freiburg so manchen Gegenspieler gab, «dem man nur hinterherschauen konnte. Die individuelle Klasse, die fussballerische Ausbildung und die Athletik sind bereits auf dieser Stufe sichtbar.»

Spitzenclubs in Muttenz

Entsprechend froh sind die Verantwortlichen, dass die Breisgauer in diesem Jahr wieder mit ihren Junioren am Start sind. Doch auch die Schweizer Spitzenclubs werden am Karsamstag zwischen 9 und 17.30 Uhr in zwei Gruppen auf drei Rasenfeldern um den Turniersieg mitmischen.

Der FC Basel, der FC St. Gallen und der FC Thun sind ebenso dabei wie Titelverteidiger FC Zürich. Dazu feiert das Team Oberaugau-Emmental, der Partnerverein des FC Thun und des BSC Young Boys, seine Premiere auf dem Margelacker.

Komplettiert wird das Teilnehmerfeld von Vereinen aus der Region: Der FV Lörrach-Brombach, der FC Concordia, der BSC Old Boys und der Gastgeber gehen mit Aussenseiterchancen in die 31. Ausgabe des Yves-Matthey-Doret-Memorial.

Hoffnung auf gutes Wetter und viele Zuschauer

Den Muttenzern, die im Vorjahr erstmals ins Finale vorgestossen waren, traut Kevin Zimmermann wiederum zu, eine gute Rolle zu spielen. «Es braucht immer etwas Wettkampfglück, aber wir haben eine gute Mannschaft und mit Edi Höppeler einen ambitionierten Trainer.»

Rund 2000 Menschen kamen 2016 bei bestem Fussballwetter aufs Margelacker. Auf ähnliche meteorologische Bedingungen hofft man beim SV Muttenz auch in diesem Jahr. «15 Grad und Sonnenschein – es sieht gut aus», freut sich Kevin Zimmermann. Doch so oder so gilt für ihn: «Wer Interesse an hochklassigem Juniorenfussball hat, ist an unserem Osterturnier an der richtigen Stelle!»