Das Duell zwischen dem Dritten und dem Zweiten der Promotion League hielt, was es versprach. Der FC Rapperwil-Jona und der FC Basel U21 brachten über 90 Minuten ein hohe Intensität auf den Platz und zeigten auch immer wieder spielerisch, wieso sie zu den besten Teams der dritthöchsten Schweizer Spielklasse gehören.

Ein Kopfballtreffer des ehemaligen FCB-U21-Spielers Denis Simani nach einer Cornerflanke von Julio Texeira entschied den Spitzenkampf in der 77. Minute zugunsten der Ostschweizer und sorgte gleichzeitig dafür, dass die Mannschaften in der Tabelle die Plätze tauschten. Denn die beste Defensive der Liga liess sich an diesem Tag nicht bezwingen.

Dass die Rapperswiler in der Abwehr durchaus in Verlegenheit zu bringen sind, zeigten die Gäste, die statistisch über die beste Offensive verfügen, vor allem in der ersten Halbzeit. Denn die erste halbe Stunde gehörte klar den Baslern, bei denen aber Dereck Kutesa und Neftali Manzambi ihre Möglichkeiten zum 0:1 vergaben. „Es war klar, dass wir gegen diesen starken Gegner nicht sechs, sieben ‘Hundertprozentige’ haben würden. Umso wichtiger wäre es gewesen, unsere grossen Chancen zu nutzen“, nannte FCB-U21-Trainer Raphael Wicky das einzige Manko seiner Elf an diesem Tag.  

Der Ausgleich fällt nicht

Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung ausgeglichener, doch klare Möglichkeiten waren selten. Die grösste auf Basler Seite hatte Ambre Nsumbu, der nach 70 Minuten allein vor FCRJ-Goalie Diego Yanz ab Tor vorbei schoss. Weil kurz darauf Simani auf der Gegenseite reüssierte und die Rapperswiler den knappen Vorsprung im Stile einer Spitzenmannschaft ins Ziel brachten, mussten die Rotblauen die Heimreise ohne Punkte antreten.

Abgesehen von der Chancenauswertung hatte Raphael Wicky seiner Elf nichts vorzuwerfen („Wir haben ein gutes Spiel gezeigt!“). Der FCB-Trainer wartete dafür mit einer plausiblen Erklärung auf, wieso bei Saisonhälfte nur Kriens und Rapperswil-Jona vor seiner Mannschaft klassiert sind. „Die anderen Gegner bauten gegen uns nach 70 Minuten ab, doch diese beiden Teams sind körperlich in der Lage, das Tempo über die ganze Spieldauer zu gehen.“