Beim OB-Kids-Training

Sprinten will der verletzte Alex Wilson aktuell nicht – dafür versucht er sich im Stabhochsprung

Alex Wilson kommt mit einigen Wehwehchen ans Kinder-Training auf der Schützenmatte. Doch der schnellste Schweizer Sprinter der Geschichte ist trotzdem zu Spässen aufgelegt.

Diese 19,98 Sekunden tun weh. «Der Rekord hat mich kaputtgemacht», sagt Alex Wilson am Dienstagnachmittag bei seinem Besuch auf der Schützenmatte in Basel. Ehrlich und offen, wie man ihn kennt.

Ende Juni in La Chaux-de-Fonds stellte der Basler Sprinter zwei neue Schweizer Rekorde über 100 und 200 Meter auf. Seitdem hat er Schmerzen. Das Knie aber auch die Rippen machen Wilson zu schaffen.

Wilsons Stabhochsprungversuch im Video:

Alex Wilson Stabhochsprung

   

Doch der Sprinter bleibt zuversichtlich. An den Schweizer Meisterschaften will er wieder rennen. Dann sollen neue Rekorde purzeln. Schliesslich findet das Event in diesem Jahr am 23. und 24. August in Basel statt.

Genau einen Monat vor den Meisterschaften führt Wilson zusammen mit Stabhochspringerin Lea Bachmann und Kugelstosser Gregori Ott ein öffentliches Training für Kinder durch. Organisiert wird der Event vom Heimatklub der Drei, dem BSC Old Boys.

Mit dem Stab in die Luft, anschliessend zum Arzt

Gerade noch rechtzeitig trifft Alex Wilson ein. Er kommt direkt aus London und ist erst am Morgen in Basel gelandet. Die rund 15 Kinder, die trotz über 34 Grad im Schatten und Ferienzeit den Weg ins Leichtathletikstadion gefunden haben, strahlen. «Das ist der Alex, der rennt ganz, ganz schnell, fast wie der Blitz», stellt Organisatorin Claudine Müller ihren Stargast vor.

Anschliessend leitet Wilson Reaktionsübungen an und erklärt den Kids, wie sie den Startblock richtig einstellen. «Fühlst du dich wohl im Block?» «Ja» «Dann ist es falsch, das muss ungemütlich sein», sagt Wilson zu einem Kind und lacht. Bis auf einen kleinen Sprint macht der schnellste Schweizer der Geschichte selber nicht mit.

Als Lea Bachmann dann im zweiten Teil mit den Kindern Stabhochsprungübungen macht, juckt es Wilson dann aber doch. Er steigt auf den Kasten, der als Anlaufbahn dient. Er nimmt Anlauf und wirft sich auf die Hochsprungmatte. Sein Allerwertester touchiert das Seil. Gerissen. Die Kinder freuts und Wilson will gleich noch einen zweiten Anlauf nehmen. Doch dafür ist keine Zeit. Es warten Autogramme und dann muss der schnellste Schweizer vor Ende des Trainings los. Zum Arzt.

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