Die Hallensaison war kurz für die letztjährige U20-WM-Halbfinalistin Simone Werner. Nach unerklärlichen Leistungseinbrüchen im Februar legte sie eine Wettkampfpause ein, liess sich untersuchen und fand die Lösung: ein Eisenmangel war der Grund für die Schwäche.

Inzwischen hat die 20-jährige Studentin ihre Ernährung optimiert und offensichtlich gut trainiert. Vor allem ihre Grundschnelligkeit konnte sie ein weiteres Mal steigern. Dies zeigte sich am Regio-1.-Mai-Meeting auf der Schützenmatte in Basel, wo Werner trotz ganz schwachem Start ihre 100-Meter-Bestzeit von 12,37 Sekunden egalisierte.

Etwas enttäuscht war sie dann allerdings von ihrer 300-Meter-Zeit von 39,40 Sekunden, die drei Zehntelsekunden über ihrer Bestzeit von 39,09 Sekunden liegt. Allerdings ging die Riehenerin, die für die Old Boys Basel startet, das Rennen sehr schnell an und hatte in der Kurve mit Gegenwind zu kämpfen.

Im Hinblick auf ihre Hauptziele scheint Simone Werner auf gutem Kurs zu sein. Ihr Studium der Medienwissenschaften und Soziologie an der Universität Basel lässt ihr viele Freiheiten in der Trainingsgestaltung unter der Leitung von Sabine Wicki.

«Ich bin froh, dass in unserer Trainingsgruppe auch einige schnelle Jungs dabei sind, sonst müsste ich die langen Läufe alleine vorneweg absolvieren», schmunzelt Werner. Dreimal pro Woche absolviert sie Lauftrainings auf der Schützenmatte, hinzu kommen ein wöchentliches Krafttraining sowie individuelles Rumpftraining.

Universiade oder U23-EM

Simone Werner will auch 2013 an einer grossen internationalen Meisterschaft teilnehmen – entweder mit der Schweizer 4x400-Meter-Staffel an der Universiade im russischen Kazan oder über 400 Meter an den U23-Europameisterschaften im finnischen Tampere – beides zusammen geht nicht, weil die beiden Anlässe gleichzeitig stattfinden.

Ob das Staffelprojekt, das für Simone Werner Priorität hat, zustande kommt, steht noch nicht fest, für die U23-EM müsste sie die Limite von 54,60 Sekunden erfüllen. Ihre Bestzeit steht bei 54,70 Sekunden, gelaufen an der letztjährigen U20-WM in Barcelona. Ein weiteres wichtiges Saisonziel ist eine Medaille an den Schweizer Meisterschaften der Aktiven in Luzern.

Nicht ganz zufrieden sein mit ihrem Saisondebüt durfte die Juniorin Karin Olafsson (TV Riehen). Die amtierende U18-Schweizer-Meisterin blieb im Speerwerfen mit 44,97 Metern klar unter der angestrebten U20-EM-Limite von 50 Metern.

Athletisch schien sie bereit, technisch lief aber nicht viel zusammen. Unter der U20-EM-Limite von 17,70 Metern blieb auch der Liestaler Gregory Ott (SC Liestal), der das Kugelstossen der Junioren mit 17,33 Metern dominierte.