Leichtathletik

Sprintstar Alex Wilson: Der Schnellste nur in der Zuschauerrolle

Ein Sprintrennen der Männer beim Hallenmeeting der Old Boys Basel mit (von rechts): Fabian Zurlinder von der LV Langenthal, Lukas Bengger von der LG Oberbaselbiet/BTV Sissach und Hali Bericha Halil vom BTV Aarau.  Quelle: Juri Junkov

Ein Sprintrennen der Männer beim Hallenmeeting der Old Boys Basel mit (von rechts): Fabian Zurlinder von der LV Langenthal, Lukas Bengger von der LG Oberbaselbiet/BTV Sissach und Hali Bericha Halil vom BTV Aarau. Quelle: Juri Junkov

Am ersten Hallenmeeting der Saison in Basel duellierten sich Mujinga Kambundji und Ellen Sprunger auf hohem Niveau. Der Basler Sprintstar Alex Wilson durfte beim Old-Boys-Wettkampf nicht mittun. Er lässt die Hallensaison komplett aus.

In der Sporthalle Schützenmatte herrschte gestern Grossandrang - viel mehr Athletinnen und Athleten als angenommen wollten sich über 60 Meter und 60 Meter Hürden messen. Entsprechend musste der Zeitplan angepasst werden. Höhepunkt war der 60-Meter-Sprint der Frauen, wo Mujinga Kambundji (ST Bern) die Westschweizerin Ellen Sprunger (COVA Nyon) in 7,52 und 7,48 Sekunden zweimal um wenige Hundertstelsekunden schlug.

Simone Werner immer schneller

Die Riehenerin Simone Werner (Old Boys Basel), die nach wie vor auf die 400 Meter setzt, zeigte, dass sie erfolgreich an ihrer Grundschnelligkeit gearbeitet hat und lief in 8,00 und 8,04 Sekunden schnelle Zeiten. Und ihre Vereinskollegin Julia Schneider bestätigte mit 8,11 Sekunden im Sprint und 9,06 Sekunden über die Hürden ihre Fortschritte seit ihrem Wiedereinstieg in der vergangenen Freiluftsaison, die sie mit der U23-SM-Bronzemedaille im Hürdensprint gekrönt hatte.

Bei den Männern gab es durch Joel Burgunder (TV Herzogenbuchsee) in 6,91 Sekunden die einzige 60-Meter-Zeit Zeit unter der 7-Sekunden-Marke. Ein überzeugendes Hallensaison-Debut gab der Riehener Junior Silvan Wicki (Old Boys), der in 7,00 Sekunden nur drei Hundertstelsekunden über seiner Bestzeit blieb. Auf den zweiten Lauf verzichtete er.

«Er hat ein leichtes Ziehen im Oberschenkel gespürt – das ist bei ihm ein bekanntes Problem, da er einen kleinen Muskeltonus hat», meinte seine Mutter und Trainerin Sabine Wicki. Der Lauf hat gezeigt, dass Silvan Wicki im Hinblick auf die internationalen Ziele der kommenden Freiluftsaison - im Juli findet in Rieti (Italien) die U20-Europameisterschaft statt - gut im Plan ist. Ausserdem wird Silvan Wicki diesen Winter die Hallen-Schweizermeisterschaften im Nachwuchs und bei den Aktiven bestreiten.

Ein Kribbeln bei Alex Wilson

Nicht am Start, aber als Zuschauer in der Halle war Olympia-Halbfinalist Alex Wilson. «Es kribbelt, ich wäre gerne gestartet, aber meine Trainer lassen mich nicht», meinte der Old-Boys-Athlet augenzwinkernd und freute sich auf das unmittelbar bevorstehende Trainingslager in Südafrika, das er im Rahmen der Spitzensport-Rekrutenschule wird bestreiten dürfen. Wilson lässt die Hallensaison ganz aus und will als Saisonziel im Sommer an die Weltmeisterschaften in Moskau.

Eine erste Duftmarke setzte auch die U18-Athletin Michelle Müller von der LV Frenke mit schnellen Sprint- und Hürdenzeiten. «Wir haben diesen Winter mehr Wert auf gute Erholung gelegt und an der Technik gefeilt», meinte Frenke-Trainer Patrick Schmutz. Für die Oberbaselbieter geht es Schlag auf Schlag weiter: Heute Sonntag nimmt eine grössere Delegation des Vereins am Hallenmeeting in St. Gallen teil.

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