Badminton
Starker Basler EM-Auftritt mit Luft nach oben

An der Team-EM in Amsterdam verpassten die Schweizer den Einzug in die Halbfinals nur knapp. Mit dabei waren auch die Baslerin Marion Gruber und die Münchensteinerin Sanya Herzig.

Daniel Weissenbrunner
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Top of Europe: Marion Gruber setzte an der EM ein Ausrufezeichen.(Key)

Top of Europe: Marion Gruber setzte an der EM ein Ausrufezeichen.(Key)

Das Schweizer Frauenteam, das als einzige ungesetzte Equipe den Vorstoss unter die letzten acht geschafft hatte, scheiterte im Viertelfinal gegen den als Nummer 3 gesetzten Gastgeber Holland denkbar knapp. Nach vergebenen Matchball unterlag das Team von Nationaltrainer Asger Madsen mit 2:3. «Wir waren eigentlich schon bereit, um loszujubeln, als die Partie dann doch noch verloren ging. Danach war die Enttäuschung verständlicherweise gross», fasst die Münchensteinerin Sanya Herzig ihre Eindrücke zusammen.

Trotz dem nicht zwingenden Viertelfinal-Out fällt die Bilanz erfreulich aus und die Perspektiven für das Frauenteam sind gut. Leistungssport-Chef Claude Heiniger schätzt eine EM-Medaille in zwei oder spätestens vier Jahren als realistisches Ziel ein.

Direktes Duell in der Meisterschaft

Um diese Vorgabe zu erfüllen, müssen die Schweizerinnen nicht zuletzt im Doppel an Substanz zulegen. Dieser Ansicht ist auch die Baslerin Marion Gruber, die zusammen mit Sanya Herzig das Nummer-1-Doppel bildete. «Damit wir uns weiter verbessern können, müssen wir stärkere Sparringpartner im eigenen Land erhalten», sagt Gruber. Obwohl die Partien in Amsterdam verloren gingen, fällt ihr EM-Fazit positiv aus. «Wir haben gesehen, an was es uns noch fehlt. Wir haben aber auch gesehen, was alles möglich ist.» Die Hauptdefizite orteten die beiden im fehlenden Speed und an der mangelnden Netzpräsenz.

Lange Zeit, einer möglichen EM-Medaille nachzutrauern, blieb Marion Gruber und Sanya Herzig nicht. Am Wochenende stand bereits die nächste Meisterschaftsrunde in der NLA auf dem Programm. Der Zufall wollte es, dass die beiden Kolleginnen mit ihren Vereinen, Team Solothurn und BC Adliswil-Zürich, aufeinander trafen. Im direkten Duell behielt Herzig das bessere Ende für sich. Sie setzte sich im Doppel gegen Gruber in zwei Sätzen durch.