Eindrücklich! Die zuletzt arg gebeutelten NLA-Handballer des RTV Basel entschieden gestern Abend ihr Heimspiel gegen den nominell stärker einzustufenden HC Kriens-Luzern dank der bislang besten Saisonleistung hochverdient mit 26:23 und haben sich damit aus der hinteren Tabellenregion abgesetzt.

Der RTV begann gegen den Gegner aus der Innerschweiz nervös, kam vorerst vor allem offensiv nicht auf Touren, lag aber nie im Rückstand. Obwohl physisch klar unterlegen, fanden die Basler jedoch zunehmend besser ins Spiel. In erster Linie dank einer soliden Abwehrleistung mit einem starken Stauber-Ersatz Nicholas Satchwell vermochte der RTV den Gegner zu distanzieren.

Kriens-Luzern, budgetmässig dem RTV mindestens dreifach überlegen, agierte arrogant und wirkte ab Mitte der ersten Halbzeit oft ratlos und scheiterte an der hervorragend disponierten Abwehr der Basler.

Grossartige Kämpfer

Ganz anders der RTV: das Team von Trainer und Präsident Alex Ebi zeigte eine in allen Belangen grossartige, vor allem kämpferisch überzeugende Leistung. Der RTV distanzierte seinen Gegner zwischen der 17. und 24. Minute dank variantenreichem Spiel von 5:5 auf 9:5 und nahm den Vorsprung souverän mit in die Pause.

Selbstbewusste zweite Hälfte

Wer dachte, dass der RTV in der zweiten Halbzeit einbricht, sah sich getäuscht. Im Gegenteil: Der RTV agierte fortan zu Recht selbstbewusst und führte nach 38 Minuten mit 17:9 – die Partie schien entschieden. Doch danach keimte bei Kriens, das innert vier Minuten auf 17:13 verkürzen konnte, nochmals ein klein wenig Hoffnung auf.

Starke Teamleistung

Doch der RTV liess sich auch dadurch nicht aus der Ruhe bringen, übernahm das Spieldiktat rasch wieder und brachte den Sieg schliesslich problemlos über die Zeit. Einzelne Spieler hervorzuheben wäre in Anbetracht der hervorragenden Mannschaftsleistung ungerecht. Dennoch: der slowenische Spielmacher Rok Ivancic zeigte wie das gesamte Team die beste Saisonleistung und interpretierte seine Rolle als Routinier und Spielmacher schlicht glänzend.

Einziger Wehmutstropfen war das verletzungsbedingte Ausscheiden von Abwehrchef und Kreisläufer Mark Kuppelwieser kurz vor Schluss – er hatte sich die linke Schulter ausgerenkt und musste ins Spital eingeliefert werden. Was der Basler Sieg wert ist, wird sich heute Abend zeigen, wenn die anderen Klubs ihre Spiele ausgetragen haben.