Karate
Starkes Wochenende für die regionalen Karatekas – Brüderlin überzeugt

An diesem Wochenende wurde zum achten Mal das Qualifikationsturnier der SKF durchgeführt. Rund 600 WettkämpferInnen nahmen in Liestal teil. Unter jenen auch Ramona Brüderlin und Fabrice Stutz – ihrerseits grösste Schweizer Talente.

Fabian Tschamper
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Voller Einsatz in Liestal
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Bronzemedaillengewinnerin Ramona Brüderlin (l.) im Halbfinal der Elite gegen Fanny Clavien.

Voller Einsatz in Liestal

Juri Junkov

Mit insgesamt 960 Wettkampfstarts war dies ein ereignisreiches Wochenende für Liestal. «Da gibt es schon ordentlich etwas zu tun», sagt Organisator und Chef des Budo Sport Centers, Giuseppe Puglisi, und lacht. Das BSC Liestal war mit 50 Helferinnen und Helfern im Einsatz und sorgte für einen reibungslosen Ablauf des grössten Karatesport-Events in der Region. Puglisi ist zufrieden mit dem Turnier: «Es ist immer schön, wenn man an einem Heimturnier überzeugen kann – auch wenn es mit mehr Arbeit verbunden ist, als wenn die Kämpfer einfach vorfahren können bei einem Auswärtsturnier.»

Die beste Regionale war einmal mehr Ramona Brüderlin vom Budo Sport Center. Sie startete in zwei verschiedenen Kategorien. In der Vorrunde der U21-Kategorie – in der Disziplin Kumite – konnte sie ihre Gegner problemlos besiegen und stand im Final Angela Rufer aus Rüti gegenüber. Diesen konnte sie mit 2:1 Punkten für sich entscheiden. Somit gewann sie Gold in der NachwuchsKategorie.

Am Nachmittag des Wettkampfsonntags stand für Brüderlin noch die Elite-Kategorie auf dem Programm. Im Halbfinal traf sie mit der Europameisterin Fanny Clavien auf eine überaus starke Gegnerin auf der Matte. «Ramona hat sich sehr gut geschlagen. Am Ende ging sie auf Risiko und das hat sich diesmal leider nicht ausbezahlt», erklärt Puglisi. Nach einem knappen Kampf unterlag Brüderlin mit 2:3 Punkten. Via Trostrunde erreichte die 18-Jährige aber noch die sehr gute Bronzemedaille bei der Elite. «Wenn man im Karate kein Risiko eingeht, dann geht es nie vorwärts», sinniert Puglisi nach dem Kampf.

Brüderlin war aber nicht die einzige Regionale, die an diesem Wochenende überzeugen konnte: Die Gebrüder Maurice und Sascha Rösch überzeugten in ihrer stärksten Disziplin Kata. In der Kategorie U14 war Sascha Rösch eine Klasse für sich. Nach vier fehlerlosen Vorrundenkämpfen erreichte er den Final ohne Punkteverlust. Im Final musste er sich jedoch mit 1:4 Punkten gegen seinen Gegner aus Laufenburg geschlagen geben. Sein älterer Bruder Maurice holte ebenfalls Silber, nachdem er dem Bieler Elli Feller unterlag.

Der Hersberger Fabrice Stutz kämpfte sich zweimal bis in den Halbfinal vor und konnte sich in den Kategorien U21 und Elite je die Bronzemedaille sichern. Nach dem sensationellen 3. Rang an der EM in Konya und regelmässigen Podestplätzen an internationalen Turnieren konnte Stutz sein Potenzial diesmal nicht voll ausschöpfen und wurde unter seinem Niveau geschlagen.

Sein Fokus gilt nun den Junioren-Weltmeisterschaften. Auch für Ramona Brüderlin waren diese Medaillen wichtige Punkte für die WM-Selektion. Im Juni wird auskommen, ob die zwei stärksten Junioren im Herbst an die Weltmeisterschaft fahren dürfen oder nicht.

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