Eishockey

Start missglückt: Der EHC Basel verliert zum Jahresauftakt in Seewen

Gegen Seewen kamen die Spieler des EHC Basel des Öfteren einen Schritt zu spät.

Gegen Seewen kamen die Spieler des EHC Basel des Öfteren einen Schritt zu spät.

In einer umkämpften Partie verliert der EHC Basel gegen den EHC Seewen auswärts mit 4:6. In einem ausgeglichenen Spiel machten die erste Linie der Zentralschweizer und unnötige Strafen im Schlussabschnitt den Unterschied aus.

Nach einer längeren Verletzungspause konnte EHC-Trainer Robert Othmann wieder auf Verteidiger Thomas Büsser zählen. Dafür fehlten Mathias Hagen krankheits- und Zsombor Kiss verletzungshalber. In den Startminuten gefiel der EHC Basel mit gutem Direktspiel, verpasste es jedoch in Führung zu gehen. Nach und nach zeigten auch die Gastgeber ihre Bereitschaft für die Partie. In der 16. Minute eröffnete Fries mit seinem ersten von drei Treffern den Torreigen. Basel-Torhüter Fabio Haller wehrte einen Schuss direkt zum Torschützen Seewens ab, der die Ecke nur noch aussuchen musste.

Verpasste Chancen im Mittelabschnitt

Zu Beginn des Mitteldrittels dufte Basel erstmals in Überzahl spielen. Prompt traf Alexis Valenza zum verdienten Ausgleich. Eine Minute später lief Basel in einen Konter, was Diezi zur abermaligen Führung ausnutzte. Basel versuchte sofort zu reagieren und hatte durch Raoul Seiler und Valenza gute Möglichkeiten. Bei Spielmitte sorgte ein Check von Seewen-Spieler Steiner gegen den Kopf von Rubio Schir für einen Faustkampf zwischen dem Übeltäter und Leandro Gfeller, mit dem Resultat, dass beide Spieler unter die Dusche geschickt wurden.

Davor und danach hatte Basel in einzelner und doppelter Überzahl einige Ausgleichschancen, beklagte jedoch Pech, unter anderem weil Marco Vogt nur den Pfosten traf. Der Ausgleich erfolgte dann aber doch noch, in Unterzahl. Joshua Schnellmann eroberte sich die Scheibe im eigenen Drittel, führte sie über das ganze Feld, wo Marc Sahli ihm zur Hilfe kam. Doch auch dieses Erfolgserlebnis hielt nicht lange an. Seewens Bestplayer Zurkirchen, der während des ganzen Spiels zu viele Freiräume genoss, traf aus mittlerer Distanz unhaltbar ins Lattenkreuz.

Seewens erste Sturmlinie nicht zu bremsen

Das Schlussdrittel fing für die Gäste schlecht an. Luca Valenca musste aufgrund eines hohen Stocks vier Minuten auf die Strafbank. Diese Überzahl nutze Fries zum 4:2 aus. Die Basler kämpften zwar weiter, verpassten jedoch in dieser Phase den Anschlusstreffer. Einen Alleingang von Valenza konnte Torhüter Liechti glücklich abwehren. Anschliessend kam Vogt zu einer grossen Möglichkeit, ebenso wie Jan Zwissler in Unterzahl, als er alleine auf Liechti zulief.

Kurz nach Zwisslers Chance bekam das Heimteam eine Möglichkeit, in doppelter Überzahl zu spielen. Fries traf prompt zum 5:2. Als viereinhalb Minuten vor Schluss Basel einen Mann mehr auf dem Eis hatte, nahm Trainer Othmann Haller für einen sechsten Feldspieler aus dem Tor, ohne Erfolg. Portmann erzielte daraufhin den sechste Seewener Treffer ins leere Tor. Nachdem weitere Strafen gegen das Heimteam ausgesprochen wurden, spielte Basel die letzten 189 Sekunden weiter ohne Torhüter. Tatsächlich konnten Vogt und Niklas Maurenbrecher noch zum 4:6 verkürzen. Zu mehr reichte es aber nicht.

Entscheidendes Power- und Boxplay 

Für Thomas Büsser war es das erste Spiel seit dem 5. Oktober, als er sich gegen Dübendorf an der Hand verletzte, prompt gehörte er wieder zu den Besseren im Team der Basler. „Ich hätte heute ein schöneres Comeback erwartet. Klar denkt man nach dem Spiel, man hätte hier und da noch mehr Einfluss nehmen können. Ich bin jedoch mit meiner persönlichen Leistung im Grossen und Ganzen zufrieden", sagte der Rückkehrer nach dem Spiel.

Büsser sah ein enges Spiel, in dem das Powerplay und das Boxplay entscheidend waren. „Seewen hat in den entscheidenden Momenten in Überzahl die Tore gemacht, wir nicht. Ansonsten war es ein gutes Spiel von uns, das mit der Härte und den Strafen aber aus dem Ruder gelaufen ist. Danach waren wir weniger aufmerksam und haben den Kopf verloren. Zudem haben wir zu viel dem Puck nachgeschaut und somit die gegnerischen Spieler vergessen." Auf die Freiräume des Bestplayer Zurkirchen angesprochen, wurde er emotional: „Das verstehe ich nicht, wir spielten ja nicht das erste Mal gegen Seewen. Zurkirchen ist ein Spieler mit grosser Klasse, den man viel früher unter Druck setzen muss. Ansonsten wird es mit seinen guten Schüssen und gefährlichen öffnenden Pässen immer gefährlich."

Am kommenden Dienstag um 20:15 Uhr hat der EHC Basel zu Hause gegen Chur die Möglichkeit, wieder auf die Gewinnerstrasse zurückzukehren.

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