NLA-Basketball
Starwings ärgern Meister Lugano nur kurz

Im Basketball wiederholen sich Wunder selten. Oder nie. Nur eine Woche nach dem 53:44-Sensationssieg über den Titelfavoriten Les Lions de Genève verloren die Baselbieter in Lugano mit 71:106 (45:48).

Georges Küng
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Bester Punktesammler bei den Starwings: A.J. Pacher (links).

Bester Punktesammler bei den Starwings: A.J. Pacher (links).

Keystone

Die Partie schien bereits nach dem ersten Viertel entschieden zu sein. Hatten die Starwings zuhause gegen Genf in 40 Minuten nur 44 Punkte zugelassen, so kassierten sie im Tessin in den ersten zehn Minuten sagenhafte 33 (!) Gegenpunkte. Von einer wirksamen Defense war nichts zu sehen. Und weil noch sieben technische Eigenfehler (Schritte, Fehlzuspiele) dazukamen, stand der erwartet ungleiche Vergleich nach dem ersten Viertel 33:19 für die Südschweizer.

Auf einmal waren die Baselbieter dran

Signifikant auch, dass Lugano in den ersten zehn Spielminuten bereits acht Akteure einsetzen konnte, während Gästetrainer Roland Pavloski sein (überfordertes) Stammquintett gleich 14 Minuten durchspielen liess. Dass sich der Schweizer Meister zu sicher fühlte, beweist die Tatsache, dass Coach Andrea Petitpierre zwischen der 23. und 26. Minute nur mit zwei ausländischen Profispielern spielte, dafür drei «Schweizer» Akteuren (Stefan Ivanovic, Marco Magnani und Slavica Pantic) gleichzeitig auf dem Parkett hatte. Und plötzlich leuchtete nach 18 Minuten ein 42:44 von der Anzeigetafel, was bei den Tessinern die Alarmglocken schrillen liess.

Der «Hammermann» kam für die Starwings gleich nach der Pause. Aus einem 48:45 wurde ein 69:50 – dieses 5:21 innert vier Minuten war die definitive Entscheidung. Damit war die Hierarchie wiederhergestellt und die restliche Spielzeit verkam zu einem «spielen und spielen lassen». Wobei das Skore von der zweiten Halbzeit (26:58!) nicht kommentiert werden muss...

BC Lugano – Starwings 106:71 (48:45)

Istituto Elvetico. – 340 Zuschauer. – SR: Clivaz/Stojcev/Huesler.

Lugano: Gibson (11), Stockalper (16), Ballard (29), Schneidermann (13), Rendleman (11); Pantic (8), Ivanovic (6), Magnani (3), Bavcevic (5), Kozic (4), Cavadini, Jovanovic.

Starwings. Williams (14), Fuchs (8), Luettgerodt (8), Vinson (13), Pacher (22); Petkovic, Verga (3), Lutz, Lushaj, Beltinger (3).

Bemerkungen: Beide Teams komplett. – Viertelsresultate: 33:19, 15:26 (48:45); 30:11 (78:56) und 28:15 (106:71). – Fouls: Lugano 16, Starwings 13.

NLA. 3. Runde: Union Neuchâtel - SAM Massagno 93:66 (49:32). Boncourt - Fribourg Olympic 69:82 (29:38). Monthey - Lions de Genève 58:61 (28:32). Lugano Tigers - Starwings Basel 106:71 (48:45).

Rangliste: 1. Union Neuchâtel 3/6 (262:225). 2. Lions de Genève 3/4 (208:167). 3. Lugano Tigers 3/4 (266:232). 4. Fribourg Olympic 3/4 (250:227). 5. Monthey 3/2 (216:217). 6. Boncourt 3/2 (240:249). 7. Starwings Basel 3/2 (196:242). 8. SAM Massagno 3/0 (197:276).