Basketball
Starwings-Basketballer bezwingen NLA-Leader Fribourg

Die Baselbieter gewannen gegen Fribourg Olympic mit 93:83. Im ersten Spiel der 3. Qualifkationsrunde erlebten 450 Zuschauer eine «neue» Starwings-Equipe, die mit Herz und Leidenschaft sowie einer superben Defense vollauf zu überzeugen wusste.

Georges Küng
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Joël Fuchs bot eine ganz starke Leistung. Zinke/Archiv

Joël Fuchs bot eine ganz starke Leistung. Zinke/Archiv

Uwe Zinke

Pascal Donati hatte einen strengen, wenn auch sehr erfreulichen Nachmittag. Zuerst gewann er mit dem CVJM Birsfelden in der Finalpoule der 1. Liga gegen die U23 von Nyon mit 87:40. Zwei Stunden später stand Donati, sekundiert vom designiert neuen Trainer Marko Simic, erneut an der Seitenlinie. Diesmal galt es, die «Wings» gegen Olympic zu führen. Die Freiburger hatten von 18 Partien deren 16 gewonnen und die beiden bisherigen Duelle gegen das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat locker mit 25 und 50 Zählern gewonnen.

Doch gestern Abend traf Fribourg auf eine Starwings-Equipe, die wie verwandelt war. Und dies ist, ohne Wenn und Aber, das Verdienst von Marko Simic (25). Seit Mittwoch hatte der Liestaler die Partie mit einer Akribie vorbereitet, die primär auf eine intensive Defense basierte.

Starwings mit Kämpferherz

Zu Beginn der Partie kamen die Unterbaselbieter nicht in die Gänge. Nach fünf Minuten lag der Gast mit 16:6 in Führung. Im Angriff harzte es, die Verteidigung war gut, doch die Gäste fanden immer wieder einen Weg, um erfolgreich zu punkten. Doch bereits gegen Ende der ersten zehn Minuten zeigte sich, dass die Starwings nicht gewillt waren, kampflos die vermeintlich einseitige Partie verloren zu geben.

Und was danach der Cupsieger von 2010 in den kommenden 30 Minuten bot, war schlicht grosse Klasse. Justin Dobbins, der unter den Brettern für drei kämpfte und alle Olympic-Center zermürbte, grandios. Und Jaraun Burrows, der von alle nur «Keno» gerufen wird, zeigte ganz grosses Kino. Namentlich im letzten Viertel zeigten die Gastgeber eine Leistung, die niemand für möglich gehalten hätte. Wer gegen den Leader in zehn Minuten 35 Punkten wirft, hat vieles richtig gemacht.

Neuer Elan nach Trainerwechsel

«Der Sieg der Starwings geht vollauf in Ordnung. Wir wussten, dass nach dem Trainerwechsel ein neuer Elan durch die Equipe gehen würde. Von meiner Mannschaft bin ich enttäuscht, dass wir nicht in der Lage waren, das Inside-Spiel von Burrows und Dobbins zu unterbinden», so Fribourg-Trainer Damien Leyrolles. «Wir haben uns sehr gewissenhaft auf die Partie vorbereitet. Marko Simic erstellte ein Scouting Report über jeden Freiburger, der genau über seine Stärken und Schwächen Auskunft gab», so Pascal Donati, der mit seiner Erfahrung und Aura die Mannschaft zum Erfolg führte.

Die Zuschauer, welche trotz Fasnacht in Birsfelden und Sporferien recht zahlreich in die Halle gekommen waren, verabschiedeten die Mannschaft und das Trainer-Duo mit einem langen, warmen Applaus. Und jeder bekam das Gefühl, dass die Zukunft mit Marko Simic eine neue, erfolgreiche Aera sein konnte. Allerdings werden einige Akteure in den Plänen des jungen Liestalers Simic kaum eine Rolle spielen....