Basketball
Starwings dezimiert und chancenlos gegen Olympic

Die Starwings verlieren auswärts ohne Spielmacher Kaylon Williams und verlorenem Sohn Stefan Petkovic gegen Fribourg mit 76:106. Die Basler hatten mit einem stark unterqualifizierten Kader keine Chance gegen die Welschen.

Georges Küng
Merken
Drucken
Teilen
Auch Ausnahmetalent Stefan Petkovic stand den Starwings nicht bei.

Auch Ausnahmetalent Stefan Petkovic stand den Starwings nicht bei.

Roman Aeschbach

Es gibt auch im Basketball Vergleiche, in denen man bereits vor Anpfiff nicht nach dem Sieger, sondern lediglich nach der Höhe des Erfolges fragen muss. Fribourg gegen die Starwings war ein solches Spiel, das 106:76 zu Gunsten der Gastgeber endete. Dass es sich dabei um eine Partie der höchsten Schweizer Spielklasse handelt, wirft Fragen auf.

Die «Wings» mussten auf Antreiber und Spielmacher Kaylon Williams verzichten. Die Baselbieter hatten Anfang Woche unerwartete Post vom Verband, dessen Sitz in Fribourg ist, erhalten. Im letzten Meisterschafts-Heimspiel vor Weihnachten gegen Union Neuchâtel, das die Starwings ohne Wenn und Aber mit 70:97 verloren hatten, fühlte sich Hauptref Pizio vom Amerikaner «schräg angeschaut und mit einem unpassenden Wort eingedeckt»

Gegen die welsche Obrigkeit war die alemannische Basket-Schweiz schon immer machtlos – und wird es auch bleiben. Und weil Stefan Petkovic, das einstige Talent, von den Starwings nichts mehr wissen will und trotz laufendes Vertrages in Birsfelden nicht mehr gesehen wurde, reiste das Birstaler Kombinat mit einer Equipe in die Saanestadt, die auch in der NLB wohl gegen die meisten Rivalen verloren hätte.

Wie David gegen Goliath

So musste Captain Joël Fuchs den Aufbau besorgen. Und auf dessen angestammter Position kam U20-Nationalspieler Alessandro Verga in den Genuss, erstmals in einer NLA-Partie von Beginn an zu spielen. Er war in allen Belangen heillos überfordert. Auf der Bank waren vier Spieler, von denen einer in der letzten Saison in der 1. Liga, ein anderer in der 2. Liga sowie zwei in regionalen Juniorenklassen gespielt hatten.

Bei Olympic war der Rajvarinder Sihota (USA), vor zwei Jahren noch einer der besten Profis in Holland, der sechste Mann. Als siebter Mann griff Nationalspieler Arnaud Cotture ein. So viel zur ungleichen Ausgangslage der beiden Teams, die vor dem Spiel in der Tabelle nur durch zwei Punkte getrennt gewesen waren.

Konnten die Gäste im ersten Viertel noch einigermassen mithalten (15:22), so kam bereits zu Beginn der zweiten zehn Minuten der «Hammermann». Nach 12 Minuten stand es 30:15 – und so lautete das Motto schnell einmal «spielen und spielen lassen». Dass solche Spiele niemandem dienen war auch nicht wenigen Matchbesuchern schnell einmal klar.