Basketball
Starwings feiern dritten Derby-Sieg gegen den Neuling

Die Starwings bezwingen im Deutschweizer NLA-Derby Central Luzern sicher mit 86:70 (47:29). Damit haben die Basler ihren achten Platz so gut wie auf sicher.

Georges Küng
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Im Derby war bald jegliche Spannung verdunstet.

Im Derby war bald jegliche Spannung verdunstet.

Juri Junkov

Sechs Runden vor dem Ende der drei Qualifikationsdurchgänge haben die Starwings den achten und letzten Playoff-Rang «zementiert». Sie taten dies, indem sie Aufsteiger Central bezwangen. Der dritte Erfolg über die Innerschweizer, die sehr euphorisiert das «Abenteuer Nationalliga A» in Angriff nahmen, in der Zwischenzeit aber Grenzen erfahren und Realitäten gesehen haben.

Nebst dem Heimvorteil besass das Birstaler Kombinat das grosse Plus, dass beim Gast mit Andre Stephens (28, 204cm) einer der besten Liga-Brettspieler fehlte. Offiziell, weil der Kanton Luzern die Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert hat... Basket-Insider vermuten einen anderen Grund.

Schnell entschieden

Nach 15 Minuten stand es 47:18 – ein 21:0-Zwischenspurt hatte dem Deutschschweizer Derby jegliche Spannung genommen. In dieser Phase trumpften «Wings»-Captain Joël Fuchs (17 Punkte bis zur 18. Minute) und Topskorer Murphy Burnatowski gross auf. Und auch Spielmacher Lorenzo Ross zeigte eine feine Leistung und hatte seinen Antipoden Richard Carter (der Amerikaner ist mit 25 Punkten pro Match der beste Skorer in der Nationalliga A) bestens im Griff.

Die Zentralschweizer können für sich in Anspruch nehmen, dass sie auch mit einem Profispieler weniger die zweite Halbzeit «gewonnen» haben. Und ihre Schweizer Akteure zeigten, bis auf Fuchs, mehr Protagonismus und erzielten insgesamt 40 Zähler. Immerhin gelang dem erst 16-jährigen Aleksa Pavlovic 30 Sekunden vor Matchende ein schöner Dreier. Überhaupt war die Dreipunkte-Bilanz gut – aber dazu trug ein grandioser Fuchs das Meiste dazu bei. Wer sechs von sieben Dreiern in den Korb bringt, hat eine ganz starke Duftmarke gesetzt. Schwach dafür die Bilanz beim Offensiv-Rebound. Ganze zwei Abpraller holten sich die Unterbaselbieter. Einer davon der 180 Zentimeter «grosse» Branislav Kostic. Gut, man könnte sagen, dass die Gastgeber zeitweise so gut trafen, dass es keinen Rebound, sondern nur noch einen Luzerner Abwurf brauchte...

Zweiter Anzug wird entscheidend

Damit die Luzerner das Birstaler Kombinat noch von Platz 8 verdrängen könnten, müsste der Neuling vier der sechs Matches (darunter gegen die Landesgrössen) gewinnen. Das wird die Equipe von Ex-Starwings-Spieler und -Cheftrainer Danijel Eric nicht tun. Starwings-Coach Roland Pavloski kann und muss, ohne Resultatdruck, den zweiten Anzug noch mehr fördern und fordern – aber selbst gegen Luzern waren einige heillos überfordert. Das ist ein wunder Punkt, der heuer keine Rolle spielt. In der Saison 2016/17, mit zwei grossen Romands (Nyon, Vevey oder Pully), wird dies entscheidend sein.

Matchtelegramm:

Starwings – Central Luzern 86:70 (47:29)

Sporthalle Birsfelden. – 225 Zuschauer. – SR: Stojcev/Wirz/Hüsler.

Starwings: Ross (20), Kostic (3), Fuchs (19), Burnatowski (23), Upson (15); Sager (3), Verga, Lutz, Malisanovic, Pavlovic (3).

Central Luzern: Carter (16), Güttinger (6), Plüss (4), Djuric (14), Mandic (9); Tomic (4), Stevanovic (5), Lushaj (12), Morandi, Volic.

Bemerkungen: Starwings ohne Duspara, Matter (beide verletzt) sowie Wachsmuth (Auslandsaufenthalt). Central Luzern ohne Profi-Center Stephens (Rückkehr in die USA). – Viertelsresultate: 24:13, 23:16 (47:29); 17:17 (64:46) und 22:24 (86:70). – Fouls: Starwings 15, Central 14.

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