Basketball
Starwings: Neue Präsidentin, fehlende Mittel und ein Ausländer zu wenig

An der Generalversammlung der Starwings in Birsfelden wurde mit Gaby Weis erstmals eine Frau an die Spitze des Klubs gewählt. Weis löst den langjährigen Präsidenten Martin Spörri ab, welcher dem Verein als Geschäftsführer erhalten bleibt.

Georges Küng
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Gaby Weis, die neue Frau an der Spitze der Starwings.

Gaby Weis, die neue Frau an der Spitze der Starwings.

Prekär ist die finanzielle Situation. Kassier Thomas Trümpy gab unmissverständlich bekannt, dass „der Verein derzeit keinen vierten Profispieler, wie alle anderen A-Ligisten, verpflichten kann“. Dies brachte Cheftrainer Roland Pavloski, milde gesagt, „auf die Palme“.

Nur drei Ausländer

„Wir sparen schon an allen Ecken und Enden; wir können bereits keine Schweizer Topspieler verpflichten, weil wir ihnen weder ein Gehalt noch ein Umfeld (Wohnung, Arbeitsstellen) präsentieren können. Und mit nur drei Ausländern sind wir von Beginn an Kanonenfutter und sind nicht wettbewerbsfähig“, so Pavloski.

Es sei anzufügen, dass die Starwings selbst mit vier Ausländern und Nachwuchsakteuren – zumindest auf dem Papier – die schwächste Equipe der acht Teams umfassenden Nationalliga A sein werden.

Der Ärger des Trainers

Pavloskis Ärger ist verständlich, denn auch er arbeitet nahezu ehrenamtlich. Und der notwendige Zuzug von Assistenztrainer Martin Mihajlovic ist ebenfalls nicht gesichert, ja sogar unwahrscheinlich.

Dabei müssen nicht Millionen her, sondern es fehlen bis Weihnachten 20'000 Franken, um den vierten Profi zu verpflichten. Dieser wäre, zu sehr günstigen Bedingungen, gefunden. Es handelt sich um einen Amerikaner, der in der spanischen LEB Gold (2. Division) gespielt hat.

Dass es dem einzigen Deutschschweizer Basketball-Verein der Nationalliga A nicht gelingt, 20'000 Franken neu zu generieren, mutet seltsam an. Die FCB-Fans sammelten im Extrazug nach Sion am letzten Sonntag innert zwei Stunden gut 10'000 Franken...