Zuletzt, in der dritten Verlängerung, standen Branislav Kostic, Joel Fuchs, Reto Schwaiger, Alessandro Verga und Robert Devcic auf dem Spielfeld. Ein Quintett, dass in der 1. Liga nicht dominieren würde. Und von dieser U23-Equipe zu verlangen, dass sie gegen ein Fribourg Olympic jene «Büez» gut zu Ende führt, welche drei litauische Profispieler während 45 Minuten versaut hatten, wäre zuviel des Guten verlangt. Sicher, Verga, immerhin U18-Nationalspieler, hätte die Partie in der zweiten Verlängerung entscheiden können, doch alleine unter dem Korb drehte er eine Pirouette, um den Korbleger zwei Meter auf die andere Seite zu schmeissen. Man versteht nun, warum der Schweizer (Klub-)Basketball de facto inexistent ist.

Uzas war ein Ärgernis

Nicht zugegen waren auch der vermeintliche Teamleader Rokas Uzas, der nur durch drei Dinge auffiel: Sein Topskorer-Leibchen, seinen Ellbogen-Strumpf (man orientiert sich ja schliesslich an die NBA…) und sein Dirigieren von der Ersatzbank aus, wenn er gestenreich seinen Teamkollegen Anweisungen gab. War er aber auf dem Spielfeld, so war von seiner vermeintlichen Klasse nichts zu sehen. Würde man ihn alleine nach diesem gestrigen Auftritt beurteilen, man müsste ihm anraten, sofort den Beruf zu wechseln. Dies gilt auch für Adomas Drungilas, der als sechster Mann ins Spiel eingriff und innert 73 Sekunden drei stupide Fouls beging. Einem orientierungslosen Ackergaul gleichend, war er kein Faktor. Und Arunas Vasiliauskas (28), sieben Jahre in Litauen (in einer Liga, die um ein x-faches stärker als die Nationalliga A ist) ein sicherer Wert, schaffte es, so zu spielen, als ob er gar nicht mitspielte.

Stefan Petkovic überragte seine Teamkollegen

Einzig Povilas Cukinas (mit den bekannten Mängel an Physis und Explosivität) und die Gebrüder Petkovic (Stefan überragend, Miroslav korrekt) hielten die «Wings» im Spiel. Und weil das Schiedsrichter-Trio wohl Erbarmen mit der erbärmlichen Darbietung der Baselbieter hatte, durfte sich der Gastgeber – dank sehr wohlwollenden Entscheiden in der Endphase – in die Verlängerung retten. Denn der Gast, der nur mit drei Profi-Ausländern antrat, war nicht übermächtig, aber sehr viel klüger, strukturierter aufgestellt und konsequent die Systeme durchspielend. Davon sah man beim Birstaler Kombinat nichts.

Und wer in der «money time» von der Freiwurflinie solche Quoten wie 3 von 8 (Drungilas) sowie 1 von 4 (Verga und Stefan Petkovic) aufweist, macht sich lächerlich. Die- se Zahlen erreichen auch dickbäuchige Viertliga-Spieler. Ein 5 von 16 dürfte europaweit einmalig schlecht für eine 1. Division sein. Immerhin diese Rangliste führen die Starwings momentan an.