Basketball

Starwings-Präsident Spörri: «Wir bleiben unserer Philosophie treu»

Die drei Profis der Starwings und der Schweizer Neuzugang: Jaraun Burrows, Brandon Jenkins, Justin Dobbins und Ralph Güttinger. (v. l.) gk

Die drei Profis der Starwings und der Schweizer Neuzugang: Jaraun Burrows, Brandon Jenkins, Justin Dobbins und Ralph Güttinger. (v. l.) gk

Die Starwings nehmen heute ihre achte Saison in der Nationalliga A in Angriff. Geht es nach den Liga-Konkurrenten, sind die Starwings als Absteiger bereits gewählt. Die Mannschaft aber gibt sich kämpferisch – auch heute gegen Topfavorit SAV Vacallo.

Erstmals seit drei Jahren bilden wieder zehn Vereine die Nationalliga A. Damit sollte es am Saisonende wieder einen Absteiger geben. Glaubt man den Vorhersagen der Romands und Tessiner, so wird dieser Starwings heissen. Dies hat plausible Gründe. Denn die sechs welschen Klubs (Boncourt, Fribourg, Genf, Monthey, Neuchâtel und Nyon) und drei Tessiner Vereine (Lugano, Massagno und Vacallo) verfügen allesamt über mehr finanzielle Mittel. Die Starwings werden mit drei Berufsspielern agieren, alle Ligakonkurrenten mit fünf.

Abgang dreier Leistungsträger

Weil die Starwings auch den Abgang von drei etablierten Schweizer Akteuren zu verkraften haben, gilt das Arlesheimer-Birsfelder Kombinat als Relegationsfavorit Nummer Eins. «Wir nehmen diese Prognosen zur Kenntnis und hoffen, sie zu widerlegen. Auf dem Spielfeld entscheiden sich die Partien, nicht auf dem Papier», erklärt der neue Starwings-Trainer Roland Pavloski trocken.

Dass in der obersten Schweizer Spielklasse derzeit 47 ausländische Profis engagiert sind und nur knapp 20 Schweizer Akteure mit reellen Einsatzmöglichkeiten ist absurd. Aber es ist die Realität, wonach ein ausländisches Profi-Quintett de facto alle Probleme löst. Und jene Schweizer Spieler, die Nationalliga-A-Niveau haben, sind für die Starwings finanziell ausser Reichweite.

Schweizer Talente im Vordergrund

Die Starwings konnten mit Dobbins einen Center verpflichten, welcher die latente Schwäche unter den Körben lindern sollte. Vielmehr setzen die Baselbieter jedoch auf nationale Akteure, die Basketball und Ausbildung verbinden wollen. «Wir bleiben unserer Philosophie treu und fördern den eigenen Nachwuchs und sind an Schweizer Akteuren interessiert, die nicht des Geldes wegen zu uns kommen», so Klubpräsident Martin Spörri.

Bestes Beispiel hierfür ist Joël Fuchs (23). Der Zürcher kam vor vier Jahren als Erstliga-Topskorer zu den Starwings und war in der letzten Saison einer der Entdeckungen der Nationalliga A. Der Jura-Student widerstand den Lockrufen der Konkurrenz, die den Distanzwerfer und besten Schweizer Dreipunkte-Spezialitäten gerne in ihren Reihen gehabt hätte.

Trotz aller Schwarzmalerei ist Rang 8, und das Erreichen der Playoffs, nicht utopisch. Ohne Verletzungen, mit einer guten Teammoral und der Weiterentwicklung der Talente liegen zumindest Massagno und Nyon in Reichweite der Starwings.

Heute Nachmittag (17.30 Uhr; Sporthalle Birsfelden) wartet mit dem SAV Vacallo der Titelaspirant Nummer 1 auf die Baselbieter.

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