Basketball

Starwings-Talent Devcic: «Die Nationalliga A ist eine andere Welt»

Der Aargauer Robert Devcic ist seit dieser Saison ein Starwing.zvg

Der Aargauer Robert Devcic ist seit dieser Saison ein Starwing.zvg

Robert Devcic ist 20 Jahre jung, 192 Zentimeter gross und gilt als Basketball-Versprechen für die Zukunft. Der Starwings-Zuzug will dies heute auch im Verbands-Derby in Boncourt unter Beweis stellen.

«Der Unterschied zwischen der Nationalliga B und höchsten Spielklasse ist riesig. Man darf ruhig sagen, dass die Nationalliga A schlicht eine andere Welt ist.» Der dies sagt, muss es wissen. Denn in der letzten Saison spielte Robert Devcic für den Grasshoppers Club Zürich in der zweitobersten Liga. In diesem Sommer wechselte er, aus eigenem Antrieb, zu den Starwings. Von der Limmat an die Birs, weil in Birsfelden der einzige Deutschschweizer Nationalliga-A-Klub beheimatet ist. Der Wechsel verdient höchsten Respekt, denn im Gegensatz zum Eishockey oder Fussball ist ein «Transfer» im Schweizer Basketball – mit ganz wenigen Ausnahmen – nie mit Geld verbunden. Im Gegenteil, Devcic, der primär als Flügel eingesetzt wird, nimmt einen immensen Zeit- und Kostenaufwand auf sich, um sich der Herausforderung der höchsten Liga zu stellen.

Lernfähig und -willig

«Robert ist ein sehr lernfähiger und -williger Spieler. Er ist mutig, physisch stark und sprunggewaltig. Allerdings muss er sich gewisse Eigenarten, wie Einzeldurchbrüche zum Korb, abgewöhnen. Dies ging in der Nationalliga B; im Oberhaus, wo unter den Brettern die ausländischen Top-Center warten, ist dies nicht möglich», so Starwings-Cheftrainer Roland Pavloski. Im Fachjargon spricht man dann von «abgeräumt werden», wenn ein kleiner Spieler (mit 192 Zentimetern ist man im Basketball eher klein …) einen Korbleger gegen die 2-Meter-Männer versucht. «Ja, da hat der Trainer schon recht. Gegen die Landeselite muss ich anders spielen und eine Rolle finden», erklärt Devcic, ein Aargauer mit kroatischen Wurzeln, selbstkritisch.

Hart defensiv arbeiten

In dieser noch jungen Saison ist Devcic, der eine vierjährige Automatiker-Lehre mit Erfolg abgeschlossen hat, in allen sieben bisherigen Meisterschaftspartien zum Einsatz gekommen. Im Durchschnitt spielte er acht Minuten und erzielte total sieben Punkte. Das ist keine berauschende (Offensiv-)Bilanz. Doch sowohl Spieler wie Trainer relativieren dies: «Primär muss Robert hart in der Defense arbeiten. Seinen Gegenspieler stören, rebounden und keine Fehler machen. Erst dann kommt das Punkten», so Pavloski und Devcic unisono.

Besuch bei GC-Kollegen

Der erste Saisonsieg in Lugano gegen die SAM Massagno (100:73) «hat uns viel Zuversicht gegeben. Auch wenn Boncourt sehr heimstark ist, mit einem ausländischen Profi-Quintett spielt und von einem leidenschaftlichen Publikum angetrieben wird, rechnen wir uns Siegeschancen im Jura aus», so Devcic. Und mit jedem Spiel «will ich dem Team mehr helfen und grösseren Einfluss einnehmen», so der Aargauer in Baselbieter Diensten. Letzte Woche weilte er an seinem freien Tag bei den alten Teamkollegen von GC im Training. Und er verrät schmunzelnd, dass «die sofort gesehen haben, dass ich mich in allen Belangen – Athletik, Schnelligkeit und Sprungkraft – weiter verbessert habe». Eben, zwischen der Nationalliga B und Nationalliga A liegen eine Spielklasse und mehrere Welten …

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