Basketball
Starwings-Trainer Eric: «Jeder Rivale scheint übermächtig»

Der Trainer der Starwings Danijel Eric blickt vor dem Match gegen Nyon auf die bisherige NLA-Saison zurück und zieht sein persönliches Fazit.

Georges Küng
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Danijel Eric (Mitte) will mit seinem Team in den Playoffs spektakuläres Basketball zeigen.

Danijel Eric (Mitte) will mit seinem Team in den Playoffs spektakuläres Basketball zeigen.

Bott/Keystone

Die Starwings empfangen heute Abend den BBC Nyon in der Nationalliga A (19.30 Uhr, Sporthalle Birsfelden). An der Seitenlinie steht Danijel Eric, der mit seinen 31 Jahren der jüngste Trainer in der höchsten Spielklasse ist. Der Luzerner mit kroatischen Wurzeln steht in seiner zweiten Spielzeit als Cheftrainer. Und ist, trotz vieler Widrigkeiten mit dem bisherigen Saisonverlauf einigermassen zufrieden.

Welche Zwischenbilanz ziehen Sie aus der Saison 2011/12?

Danijel Eric: Eine positive! Wir haben bisher trotz schwierigen Umständen (Verletzungen und schmales Kader) die sportlichen Ziele – die Play- offs – erreicht. Dass wir momentan auf dem 6.Platz stehen, bestätigt mir, dass meine Mannschaft sehr gut arbeitet. Daneben richten wir unseren Fokus auf die Förderung der Schweizer Spieler – und viele, wie Joël Fuchs, Miroslav Petkovic oder Niels Matter, haben da eine sehr positive Entwicklung gemacht. Sie übernehmen sehr viel Verantwortung und können in den Partien Impulse setzen.

Haben die Starwings somit das Optimum erreicht?

Uns war es wichtig, mit den vorhandenen, bescheidenen Mitteln das Optimum zu erreichen. Einige Akteure haben ein Niveau erreicht, um – trotz den vielen ausländischen Profispielern – in der Nationalliga A eine wichtige Rolle zu spielen. Trotz den vielen Ausfällen und ungleichen Finanzmitteln bin ich somit mit dieser Spielzeit zufrieden.

Ihre Mannschaft hat am wenigsten ausländische Berufsspieler aller neun Nationalliga-A-Teams. Ist es für Sie nicht frustrierend, sich mit übermächtigen Rivalen zu messen, die gleich mit einem Profi-Quintett agieren?

In einigen Phasen war es sicher schwer. Vor allem, da wir unsere verletzten Spieler wie Brandon Jenkins und Anthony McCrory aus finanziellen Gründen nicht ersetzen konnten. Andere Vereine handeln da umgehend. Es war auch schwierig, im Training die gewünschte Intensität und Qualität zu haben, wenn so viele Spieler verletzt waren. Wir können uns mit den «Top Five» (Lugano, Genf, Monthey, Fribourg, Vacallo) nur bedingt messen; und dies auch nur, wenn wir komplett sind. Das war in dieser Saison leider bis jetzt selten der Fall.

Innert vier Tagen spielen Sie gegen Nyon und Massagno. Was erwarten Sie von diesen beiden Matches?

Nyon, das neu mit vier ausländischen Profis spielt, und auch Massagno, welches in den letzten Spielen immer stärker spielt, sind gefährliche Rivalen. Um unseren 6.Rang halten zu können, müssen wir beide Heimpartien gewinnen. Wir wollen unserem treuen Anhang beweisen, dass wir weiterhin heimstark sind und spektakulären Basket spielen können.

Gibt es einen Wunschgegner für die Playoffs? Liegt denn überhaupt eine Überraschung, in Anbetracht der Diskrepanz im Stärkeverhältnis, drin?

Nein, einen Traumgegner habe ich nicht. Die Playoffs beginnen bei null und jeder meiner Spieler will sich weiter steigern und das Maximum herausholen. Auf dem Papier ist jeder mögliche Rivale (Les Lions de Genève, BBC Monthey oder Fribourg Olympic kommen infrage, Anm. d. Red.) übermächtig. Aber Partien werden noch immer auf dem Spielfeld entschieden.