Ein Blick in die Runde zeigte altbekannte Gesichter wie Teamcaptain Joël Fuchs, der in seine 9. Spielzeit in Folge (!) mit den „Wings“ geht. Man entdeckte Talente wie Augusto Carrara und Aleksa Pavlovic, die gerade mal 16 Jahre jung sind. Man sah mit Alexis Herr­mann (24) einen Mann, der die Sporthalle ebenfalls gut kennt und sicher schon 40 Mal dort ge­spielt hat – bis dato allerdings immer im Dress des BC Boncourt.

Die Salat-Saucen sind anders...

Auch das Profi-Trio war zugegen. „Mister Double-Double“, mit Namen Darell Vinson, soll in der Region Basel „jeden Stein kennen“, denn bereits in der Saison 2014/15 war der Center ein Teil des „legendären Quartettes“ um Kaylon Williams (neu beim einstigen „Grande Lu­gano“), Riley Luettgerodt (in Belgien aktiv), Topskorer A.J. Pacher (hat neu in Ungarn einen gutdo­tierten Vertrag unterzeichnet) und Vinson, welcher in der letzten Saison in Mul­house gespielt hat. Das Kraft- und Muskelpaket soll nicht nur weiterhin zweistellig reboun­den und punkten, sondern für seine zwei jungen Landsleute (Octavius Brown und Chris Jones) auch eine Art „Daddy“ sein. Die beiden Amerikaner sind vorgestern in Birsfelden eingetroffen und beginnen sich einzuleben, auch wenn sowohl Spielmacher Jones wie Brown den Jetlag spüren. Und der 206 Zentimeter grosse Brown vermisste die Salatsauce aus der Heimat (Mississippi), denn weder die französische noch itailienische (Salat-)Sauce war nach sei­nem Gusto...

Der „grosse, lange Unbekannte“...

Wir entdeckten im ersten Training viele Spieler, welche die hohe Herausforderung „Natio­nalliga A“ annehmen wollen. Leute, die bis dato meist in der Nationalliga B gespielt hatten. Das ist der Fall bei Patric Hauri (ex-ST-Bern) und anderen „Probanden“ (aus dem Umfeld von Küsnacht-Erlenbach), die noch nicht definitiv den Übertritt zum Arlesheimer-Birsfelder Kombinat vollzogen haben. Man sah auch einen grossgewachsenen Routinier, der eine schillernde Basket-Karriere in diversen Ländern (Deutschland, Frankreich, Griechenland, USA) hinter sich hat. Der aber noch rekonvaleszent ist, da er sich kürzlich einer Fuss-Ope- rati­on unterziehen musste. Sein Zuzug würde den Starwings sehr viel Erfahrung und ganz viele Zenti­meter (213) bringen.

Keine Profi(t)-Spieler mehr

Fehlen tat Robert Devcic, der beruflich verhindert war. Dies ist eine Tatsache, welche die Starwings mehr als respektieren. Denn bei den Schweizer Spielern gilt die Philosophie, dass die betreffenden Akteure halt Schule/Lehre/Ausbildung/Studium/Beruf mit Leistungs-Basket in Einklang bringen müssen. Hiefür ist ein strikter Zeitplan, eiserne Disziplin und viel Wille gefordert. Die Zeit der sogenannten Profi(t)-Spieler ist – jedenfalls bei den Gelb-Blauen – vorbei.

Selbstverständlich kann man nach der ersten Trainingseinheit nichts Definitives sagen. Doch der erste Eindruck ist sehr positiv. Und im Vergleich zu den letzten Jahren dürfte die Equi­pe an Breite gewonnen haben. 14 Spieler sind eine erste Basis, damit die sportlichen Ziele (Erreichen der Playoffs) erreicht werden können. Und dass bei allen Spielern viel Lust auf Basket besteht, beweist die Tatsache, dass trotz eines freien Wochenendes (was aber inskünftig nicht mehr der Fall sein wird!) sich die meisten für freiwillige Übungseinhei­ten und Wurftrai­nings am Samstag und fürs sonntags angemeldet haben.