Bereits zum 20. Mal wurde der «Traumalix dolo»-Cup – bis 2012 unter dem Namen «Mepha-Cup» bekannt – in der Basler Rankhofhalle ausgespielt. Zum Jubiläum war das Teilnehmerfeld wieder einmal hochkarätig besetzt. So duellierten sich Lokalmatador RTV Basel 1879 und der TSV St. Otmar St. Gallen aus der heimischen Swiss Handball League mit den internationalen Teilnehmern, den Rhein-Neckar Löwen aus Deutschland sowie dem Montpellier HB aus Frankreich.

Beide Teams haben in den vergangenen Jahren grosse Erfolge gefeiert und zählen in ihren Ligen, den aktuell wohl besten Ligen der Welt, zur Spitze. Am Ende eines spannenden Turniers setzte sich Montpellier HB als verdienter Sieger durch.

Prominente Einzelkönner von internationaler Klasse

Auf dem Spielfeld gab es für die Besucher einige Stars zu beobachten, beispielsweise die momentan besten und erfolgreichsten Schweizer Handballer, Andy Schmid (mehrfacher Deutscher Meister mit den Rhein-Neckar Löwen) und Nikola Portner (Champions-League-Sieger mit Montpellier). Für Handballkenner bot die Teilnehmerliste noch viele weitere interessante Namen, so wie Melvyn Richardson, den Sohn des früheren Welthandballers Jackson Richardson.

Vorbereitungsturniere wie der «Traumalix dolo»-Cup werden von den Teilnehmern zum Einspielen für die unmittelbar bevorstehende Saison genutzt oder auch dazu, einmal ungewohnte Varianten zu testen. So spielte beispielsweise der deutsche Weltklasse-Rechtaussen Patrick Groetzki gegen den RTV auf der Position im rechten Rückraum. Aber auch junge Spieler erhalten eher die Chance, sich zu beweisen.

Nicht nur bezüglich des Spieltempos und der Intensität, sondern auch bei der individuellen Qualität der Spieler wurden am Samstag Unterschiede deutlich. So konnten die Rhein-Neckar Löwen im Spiel gegen den RTV Andy Schmid schonen, für ihn spielte Mads Mensah Larsen. Der Däne ist immerhin Olympiasieger von Rio 2016 und aktueller Weltmeister von 2019.

Wer solche Spieler in der Hinterhand hat, kann sich getrost zur internationalen Klasse zählen. Entsprechend dieser Qualität verloren die Schweizer Teams die Vergleiche mit den Gästen aus Frankreich und Deutschland. Der RTV spielte 17:36 gegen die Rhein-Neckar Löwen und die St. Galler 28:35 gegen Montpellier.

Am Sonntag kam es dann zum ersehnten Aufeinandertreffen der beiden Topteams. Die Zuschauer der vollbesetzten Rankhofhalle wurden nicht enttäuscht. In einem spannenden Spiel setzte sich Montpellier HB vor dem begeisterten Publikum mit 25:24 gegen die Rhein-Neckar Löwen durch. Einziger Wermutstropfen für die Schweizer Handball-Fans: Andy Schmid musste nach zehn Spielminuten angeschlagen ausgewechselt werden. Und Nikola Portner konnte seinem Torwartkollegen Marin Šego nur zu einer sehr guten Leistung gratulieren.

Beste Werbung für den Handball-Sport

Im ersten Spiel des Tages wurde der RTV Basel, vor allem bedingt durch den Leistungsunterschied in der zweiten Halbzeit, von den St. Gallern deutlich mit 18:30 besiegt.

Beide Tage boten den Zuschauern tollen Handball und waren entsprechend gut besucht. Das durchaus gelungene Turnier lockte trotz gutem Wetter zahlreiche Leute an, machte Werbung für und Lust auf den Handball. Die Fans dürfen sich nicht nur auf die bevorstehende Saison freuen, sondern hoffentlich auch auf eine Neuauflage des «Traumalix dolo»-Cups im Jahr 2020.