FC Basel

Steffen widmet Fischer den Sieg gegen Lausanne: «Wir wollen, dass er mit dem Double gehen kann»

Renato Steffen: «Wir spielen auch für Urs Fischer.»

Renato Steffen: «Wir spielen auch für Urs Fischer.»

Nach der Trennung von Urs Fischer haben die Spieler des FC Basel zwei Ziele vor Augen: Die Meisterschaft so schnell wie möglich zu sichern und Urs Fischer einen schönen Abschied zu bescheren.

Der FC Basel und Lausanne-Sport – diese beiden Vereine verbindet in dieser Saison etwas Spezielles. Nicht nur, weil in den ersten drei von vier Aufeinandertreffen jeweils Spektakel geboten wurde, Lausanne immer in Führung ging und der FCB alles Spiele doch noch zu seinen Gunsten entscheiden konnte.

Sondern auch, weil Lausanne zuletzt jeweils der erste Gegner war, auf den der FCB nach Bekanntwerden grosser Neuigkeiten traf. So war es am 19. Februar, als in der Nacht vor dem Spiel bekannt wurde, dass Bernhard Heusler und Georg Heitz den FCB verlassen wollen.

Keine überraschende Neuigkeit

Und so war es am Karsamstag, als die Basler erstmals nach Bekanntwerden der Trennung von Urs Fischer antreten mussten. «Wir haben versucht, uns auf dieses Spiel wie auf jedes andere zuvor vorzubereiten», sagte Michael Lang nach dem Abpfiff und sprach gleichzeitig von zwei, drei ungewöhnlichen Monaten, die hinter dem Verein liegen.

«Aber so ganz überrascht hat die letzte Neuigkeit doch niemanden.» Und dennoch sei es ein Thema. «Das ist ja klar. Aber wir zerbrechen uns nicht den Kopf deswegen.» Wichtig sei vor allem, dass die Mannschaft sämtliche Informationen jeweils aus erster Hand bekomme und sie nicht aus der Zeitung erfahren müsse. «Wir wissen genau, was läuft. Und jetzt müssen wir einfach machen, was wir können.»

Spielen für Fischer

Ähnlich sieht es sein Mitspieler Renato Steffen: «Natürlich bekommen wir die Spekulationen um den Nachfolger mit oder wer in Basel gesehen worden ist. Das soll uns aber nicht beeinflussen.» Denn im Moment sei gar keine Zeit da, sich mit all den Veränderungen tiefgehend zu beschäftigen.

«Vielleicht ist dieser ganze Umbruch dann ein Thema, wenn wir mal eine Pause haben. Im Sommer beispielsweise. Oder auch dann, wenn wir wissen, wer für Urs kommen und was sich alles ändern wird. Dann wird es spannend.» In der aktuellen Lage habe sich die Mannschaft schlicht vorgenommen, die Leistungen durchzuziehen. «Und man hat gegen Lausanne gesehen, dass wir nicht abschalten.»

Der 4:0-Sieg des FC Basel gegen Lausanne in Bildern:

Zum einen, weil man die Meisterschaft so schnell wie möglich sichern will, und zum anderen aber auch, um Fischer einen schönen Abschied und schöne Spiele zu bescheren. «Wir wollen, dass er mit dem Double gehen kann. Also spielen wir natürlich auch für ihn», widmet Steffen seinem Trainer die drei Punkte.

Dem Trainer, der der Mannschaft am vergangenen Montagmorgen persönlich, «und ganz ruhig», mitgeteilt hatte, dass seine Zeit beim FCB ablaufe. «Wir haben alle ein gutes Verhältnis mit ihm, ich kenne ihn ja auch schon länger. Aber solche Dinge liegen nicht in unserer Macht, wir müssen einfach spielen.» Speziell für Fischer.

Werbung in eigener Sache

Speziell für einen Trainer spielen? Das ist etwas, das in den Augen Langs nicht möglich ist. «Aber wir haben auch sicher nie gegen ihn gespielt.» Und so bitter dieser Entscheid auch sein mag, «vielleicht ist es auch noch einmal ein spezieller Anreiz, dass wir jetzt mit dem Trainer noch die Chance haben, das Double zu gewinnen und das unbedingt hinbekommen wollen», meint Lang.

Hier geht's zu den FCB-Einzelkritiken zum 4:0-Sieg gegen Lausanne.

Dabei gehe es nicht zuletzt auch für jeden einzelnen Spieler darum, sich zu präsentieren. «Jetzt kann jeder in den acht verbleibende Meisterschaftsspielen Vollgas geben.» Oder wie Steffen es nennt: «Ich will Werbung in eigener Sache machen und  weiterhin gute Leistungen zeigen, damit mich auch der nächste Trainer wieder aufstellt.»

Mischeln der Karten

Wer das sein wird, sei noch unklar. Und so könne auch niemand wissen, ob er nächste Saison noch ähnlich oft zum Einsatz komme. «Die Karten werden neu gemischt und niemand, auch nicht die, die zuletzt viel spielten, können sich sicher sein. Auch ich nicht.»

Zeit für Eigenwerbung also. Glückt diese, ist er sich sicher: «Wenn man gut spielt, und auch fürs Team gut spielt, dann steht man auch in der Startelf. Am Schluss spielt es nicht so eine grosse Rolle, wer an den Seite steht.»

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