Rad
Steht «Rohdiamant» David Wistorf vor einer Profi-Karriere?

Die Motivation des Lupsinger David Wistorf ist ungebrochen hoch. Zwei seiner Saisonziele sind die erneute Qualifikation für das internationale Juniorenrennen GP Rüebliland und Top-10-Klassierungen.

Willi Wenger
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David Wistorf mit seinem Rennrad.

David Wistorf mit seinem Rennrad.

Wenger

Der bald 18-jährige David Wistorf ist Schüler. Er besucht die Wirtschaftsmittelschule in Liestal und will danach über ein Praktikum das Berufsmaturitätszeugnis erlangen. Der gebürtige Deutsche wohnt seit 11 Jahren in Lupsingen und ist einst mit der Familie aus Rheinland-Pfalz ins Baselbiet übergesiedelt.

Was nach der Berufsausbildung geschieht, weiss der 62 kg schwere und 1,80 m grosse Sportler, der seit sieben Jahren Rennen fährt, noch nicht. «Ich schliesse eine Profi-Karriere als Radrennfahrer jedenfalls nicht aus», blickt der Baselbieter in die Zukunft. Er tut dies völlig unverkrampft, umso mehr er weiss, dass er als «Rohdiamant» über ein erhebliches Potenzial im Radsport verfügt. «Neben der Schule investiere ich meine Zeit ausschliesslich in den Sport.»

Pro Woche ist Wistorf durchschnittlich «sicher zehn Stunden», im Winter bis 17 Stunden, auf seinem Rennrad. «Ich absolviere vor der Saison aber auch Trainingseinheiten von sieben Stunden, wenn die notwendige Grundlagenausdauer angesagt ist.»

Wichtiges Umfeld

Jetzt, wo die Saison begonnen hat, steht Wistorf an jedem Wochenende an einer Startlinie. Gelegentlich auch unter der Woche, wenn sich die Gelegenheit bietet, so wie am Dienstag in Möhlin an der ersten Prüfung der Serie der traditionellen Abendrennen. «Mein Ziel war es, im Fricktal Rennhärte und Rennkilometer zu sammeln.»

Wistorf hat mehrfach untermauert, dass der als Junior im Baselbiet die klare Nummer 1 ist. Er verfügt über ein gutes Umfeld, das nötig ist, um zu reüssieren. Zum einen unterstützt ihn als Vereinstrainerin Diana Rast des Niederdörfer «4 cycle»-Teams. Aber nicht nur. Im Speziellen trägt auch die Familie viel zur positiven Entwicklung des jungen Sportlers bei. Sie ist als «Hauptsponsor» unverzichtbar und sie sorgt dafür, dass das Umfeld stimmt.

«Die Form ist ansteigend», freut sich das Rad-Talent deshalb zurecht. Wistorf tut wie erwähnt sehr viel für seinen Sport und das Notwendige an der Wirtschaftsmittelschule. Wistorf erzielt dort «ohne extrem viel Aufwand», wie er verriet, gute Noten und in seinem Steckenpferd – dank harter Arbeit und einer gesunden Lebensweise mit ausgewogener Ernährung – hoffentlich weiterhin viele aufbauende Klassierungen.