Promotion League

Steilpass, Querpass, Tor: Mit neuem Erfolgsrezept schiessen sich die Black Stars zum 4:1 gegen Zürich

Der FC Black Stars kommt gegen den FC Zürich U21 zu einem überzeugenden 4:1-Sieg. Trainer Samir Tabakovic zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung seines Teams.

Nach 41 Minuten verwarf Osman Hadzikic die Hände und rief aus: «Zweimal das Gleiche! Jungs, das kann doch nicht sein!» Der Torhüter des FC Zürich U21 war soeben zum zweiten Mal bezwungen worden und hatte ein gewaltiges Problem damit, wie einfach der FC Black Stars zu seinen Treffern gekommen war. Mit einem Steilpass war die FCZ-Defensive jeweils ausgehebelt worden und einen Querpass später konnte Basler aus wenigen Metern den Ball an Hadzikic vorbei schieben.

Verdient war die 2:0-Führung zu diesem Zeitpunkt aber allemal, denn die Black Stars gaben von Beginn an die Richtung vor. Bereits nach 210 Sekunden lautete das Cornerverhältnis 4:0 und auch sonst hatte man in jedem Segment des Spielfelds die Sache im Griff.

Die erste Kostprobe des Erfolgsrezepts

Die erste Kostprobe des Erfolgsrezepts «Steilpass, Querpass, Tor» fand dann in der 21. Minute statt: Artan Shillova lancierte Moyo Uruejoma, der für Dino Babovic auflegte. 20 Zeigerumdrehungen später folgte die Fortsetzung mit Gonzalo Zarate, Babovic und Mergim Ahmeti als Hauptprotagonisten.

«Diese Art der Angriffsauslösung haben wir unter der Woche speziell geübt. Das Nachlaufen in den Strafraum hat sehr gut geklappt», freute sich Samir Tabakovic. Für den Black-Stars-Trainer war die Führung aber zu knapp, «deshalb sagte ich in der Halbzeitansprache, dass wir unbedingt das dritte Tor suchen müssen».

Doch statt 3:0 hiess es kurz nach dem Seitenwechsel plötzlich nur noch 2:1. Nicolas Andereggen war nach einem Corner am hinteren Pfosten sträflich allein gelassen worden und hatte volley getroffen (52.). «Wir sind in dieser Saison nur einmal aus dem Spiel heraus bezwungen worden», ärgerte sich Tabakovic über die Anfälligkeit seiner Equipe bei gegnerischen Standards. «Es ist eine reine Konzentrationssache. Das kann man nicht trainieren!»

Eine einseitige Begegnung

Nach dem Anschlusstreffer kamen die bis dahin überzeugenden Sterne etwas ins Trudeln. Die Bälle gingen nun etwas früher verloren, zudem hatte man Glück, dass Schiedsrichter Simon Rosset nach einem Hands von Kaan Sevinç nicht auf Penalty für die Zürcher entschied (55.).

Doch auch das Heimteam kam zu weiteren Chancen. Babovic, der beim Eckball Andereggen zugeteilt gewesen war, hätte seinen Fehler beinahe wieder gutgemacht, doch Lavdrim Rexhepi klemmte den Kopfball des Bosniers auf der Torlinie zwischen den Beinen ein (59.).

Die dritte Episode von «Steilpass, Querpass, Tor» brachte nach 72 Minuten dann die Entscheidung: Ahmeti hob den Ball in den Lauf von Antonio Fischer, dessen Hereingabe von FCZ-Captain Yassin Maouche zwar blockiert, aber nicht geklärt wurde, sodass Adressat Deny Gomes problemlos zum 3:1 einschiessen konnte. Das 4:1, das Fischer nach herrlicher Steilvorlage Uruejomas allein vor Hadzikic erzielte, war der Schlusspunkt einer unterhaltsamen, über weite Strecken sehr einseitigen Begegnung.

Verdienter Sieg

«Unser Sieg ist hochverdient», fand auch Samir Tabakovic, der mit der grundlegenden Entwicklung seines Teams sehr zufrieden ist: «Wir sind viel weiter als nach den ersten vier, fünf Runden.» Vor allem im physischen Bereich hat der spielstarke Aufsteiger ordentlich zugelegt. «Wir haben mit den Zürchern, die unter Profibedingungen trainieren, nicht nur mitgehalten, sondern sind sogar mehr gelaufen als der Gegner!»

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