Die Enttäuschung über die knappe Niederlage im CERS-Cup von vergangener Woche in Portugal (3:5 gegen Sporting Lissabon) war zu Beginn des Derbys spürbar. Die Sechstplatzierten aus Deutschland begannen druckvoll und hatten in den Anfangsminuten einige gute Gelegenheiten, in Führung zu gehen. André Pereira, Portugiese in Diensten von Basel, sagte nach dem Spiel dann auch: «In den ersten Minuten bereitete uns Weil am Rhein mit seinem Pressing Mühe.» Pereira und sein Team konnten sich im Verlaufe der ersten Hälfte vor rund 100 Zuschauern steigern. Der Portugiese und sein Teamkollege Ribeiro waren mittels Doppelschlag für die beruhigende 2:0-Führung zum Seitenwechsel verantwortlich.

Interview in Englisch mit André Pereira

Interview in Englisch mit André Pereira

Der RHC Basel verwaltete das Resultat in der zweiten Hälfte souverän und musste den Weilern keine einzige Torchance zugestehen. Der RSV reagierte mit Härte, um dem spielerisch überlegenen Kontrahenten entgegenzuwirken. Pereira erwischte es in der 39. Minute besonders hart und er musste vorübergehend das Feld verlassen. «Ich hatte das Gefühl, als ob sich meine Schulter ausrenkte und selbstständig wieder einrenkte. Das kann aber passieren in einem hitzigen Spiel wie diesem.» Mit einem Penaltytor sorgte Mariano Velazquez für den Schlusspunkt eines einseitigen Derbys. Pereira war mit der Leistung seines Teams zufrieden und sagte: «Wir haben ruhig und souverän gespielt. Wir müssen nun genau so weitermachen.» Das Derby war auch für den Portugiesen etwas Spezielles. «Vor so viel Publikum zu spielen, ist schon schön.»

Für Aufregung sorgten auch die beiden Trainer. Nach einer hitzigen Auseinandersetzung von Weil-am-Rhein-Trainer Enzo Lain und den beiden Betreuern des RHC Basel zeigte Harald Vogt, Betreuer des RSV Weil, dem Basler Duo den Stinkefinger. Die Schiedsrichter und die Spieler konnten die Streithähne nur mit Mühe besänftigen. Am kommenden Samstag geht es für Basel in Genf weiter. Basel will für die bittere Heimniederlage vom vergangenen Dezember Revanche nehmen. «Wir sind heiss auf dieses Spiel», sagt Pereira angriffslustig.