Es war zum Schreien gegen Xamax. Und entsprechend laut wurde Sportchef Marco Streller dann auch in der Kabine. Er vermisste den Willen, unbedingt zu gewinnen, trauerte der Chance nach, den Rückstand auf YB zu verkleinern, haderte mit seinem Team. Die Frage, ob der Auftritt nun eine Strafe nach sich zieht, wollte er nicht beantworten. Es sei Aufgabe des Trainers, über solche Massnahmen zu befinden. 

Das hat er. Und weil er kein Freund von Straftrainings ist («Das habe ich, wenn ich mich richtig erinnere, zweimal gemacht in meiner Karriere. Aber ich bin kein grosser Fan.»), hat er den Spielern eine Aufgabe gegeben. Koller: «Wir haben die Mannschaft in drei Gruppen aufgeteilt und danach mussten sie das Spiel analysieren. Offensiv und defensiv. Danach haben sie ihre Erkenntnisse präsentiert. Das war gut und auch wichtig.» Und es sei sachlich geblieben.«Schlägereien hat es auf jeden Fall keine gegeben», scherzt der FCB-Trainer. 

Balanta, Omlin und Stocker zurück

Die Analyse in aller Kürze: zu viele Abspielfehler, zu leichte Ballverluste, zu viele Räume in der Defensive. Und nach vorne fehlte die Effizienz, das schnelle Umschalten. So ähnlich tönte die Analyse von Marcel Koller schon nach dem Spiel. Aber es macht doch einen grossen Unterschied, ob einem jemand die Schwachpunkte vorplappert, oder ob man selbst dahinterkommt, sich selbst analysiert. «Das habe ich als Spieler früher immer gemacht. Ich wollte wissen, was ich gut gemacht habe und was nicht. Das bringt dich weiter. Und ich glaube, das machen heute nicht mehr viele Spieler. Aber es gehört zum Job, wenn man sich verbessern will», sagt Koller.

Ob es etwas gebracht hat, sieht man am Samstagabend bei der Partie im Letzigrund gegen GC. Und da gibt es aus FCB-Sicht wenigstens wieder einmal ein paar gute Neuigkeiten von der Verletzten-Abteilung. Denn mit Valentin Stocker, Jonas Omlin und Eder Balanta melden sich gleich drei Spieler zurück, die den Baslern in den vergangenen Tagen und Wochen gefehlt haben. Es ist damit zu rechnen, dass Omlin und Balanta ins Team rücken. Stocker hat so lange gefehlt, dass er vermutlich vorerst auf der Bank Platz nehmen muss.