Der FC Basel präsentiert genau eine Woche nach dem Rücktritt von Sportdirektor Marco Streller dessen Nachfolger. Er kommt aus den eigenen Reihen und heisst Ruedi Zbinden. Er sei laut FCB-Communiqué eine «Wunschlösung».

Ruedi Zbinden ist seit vielen Jahren eng und erfolgreich mit dem FCB verbunden, er kennt den Klub sowie dessen Tradition und Werte bestens. Die Klubleitung um Präsident Bernhard Burgener und CEO Roland Heri ist überzeugt, dass Zbinden mit seiner breiten Erfahrung und dem grossen Netzwerk den FCB optimal dabei unterstützen kann, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und ihn sportlich für eine erfolgreiche Zukunft zu rüsten.

Seit 1982 rotblau

Seine Karriere beim FCB begann Ruedi Zbinden in der Saison 1982/1983 als Spieler. Der damals 23-jährige Stürmer wechselte vom FC Nordstern zu Rotblau, wo er dreieinhalb Jahre in der ersten Mannschaft spielte. Nach weiteren Stationen beim FC Grenchen, dem FC Wettingen und der AC Bellinzona kehrte er im Sommer 1989 zum FCB zurück. Er spielte weitere vier Jahre im Basler Trikot, ehe er nach einem letzten Wechsel zur AC Bellinzona im Jahr 1994 im Alter von 35 Jahren seinen Rücktritt als Spieler bekannt gab.

Von 1996 bis 1999 war Zbinden im Nachwuchsbereich des FCB als Trainer tätig. Ab 1999 assistierte er während zwei Jahren an der Seite von FCB-Cheftrainer Christian Gross. Danach begann er den Scouting-Bereich des FCB auf- und auszubauen und übernahm in der Folge auch diverse Aufgaben im Sport- und Transferbereich.

Zbinden will ein kleines Team

Ruedi Zbinden beantwortet Medienfragen erst in der kommenden Woche. Dem Klub-TV sagt er aber: «Ich freue mich sehr auf die neue Funktion. Die wird natürlich anders sein als im Scouting. Dort war ich weiter weg von der Mannschaft. In Zukunft werde ich näher bei der Mannschaft sein und auch den Trainer und den Staff unterstützen.» Den Job als Sportdirektor hat Zbinden nach eigener Aussage schon unter Christian Gross und Gigi Oeri gemacht. Nur ohne den Titel Sportdirektor: «In diesen Jahren habe ich viel gelernt, vor allem von Christian Gross. Das hilft mir in der Zukunft.»

Zbinden wird ein kleines Team von höchstens ein oder zwei Personen um sich herum aufbauen. Noch will der neue starke Mann einige Gespräche führen, bis er kommuniziert, wer ihn unterstützt. Ob der bisherige Kaderplaner Remo Gaugler dazu gehört, bleibt offen.

Zunächst muss Zbinden zusammen mit Trainer Marcel Koller das Kader für die kommende Saison zusammenstellen. 21 Spieler standen beim Trainingsstart auf der Matte, die Nationalspieler kommen noch dazu. Die Zukunft von ehemaligen Leihspielern wie Afimico Pululu oder Geoffroy Serey Die, die jetzt vorerst zurück kamen, will Zbinden schon bald klären. «Das müssen wir so schnell wie möglich anschauen», sagt er.

Zbindens Nachfolge im Scouting wird ebenfalls intern geregelt: «Ich habe in meinem Team einige Scouts, die schon zehn Jahre dabei sind. Ich werde die Abteilung weiter führen, aber nur noch gezielt ein paar wenige Spiele anschauen. Den Rest werden die anderen Scouts übernehmen.»