Super League
Fabian Frei nach dem 1:1 in Lugano: «Die Tabelle ist noch relativ wurst»

Fabian Frei erklärt nach dem 1:1 gegen den FC Lugano und der verpassten Tabellenführung, warum er nicht frustriert ist – und wieso die Neuen noch etwas Zeit bekommen müssen.

Aufgezeichnet: Céline Feller
Drucken
Teilen
Fabian Frei im Luftduell mit Asumah Abubakar.

Fabian Frei im Luftduell mit Asumah Abubakar.

Samuel Golay / KEYSTONE/Ti-Press

Fabian Frei, der FCB holt in Lugano ein 1:1. Ist es ein verdientes Resultat?

Fabian Frei: Ja, ich denke schon. Am Schluss war Lugano vielleicht etwas näher am Siegtreffer als wir – auch wenn ich die ganz grossen Chancen jetzt auch nicht gerade im Kopf habe. Aber es war keine gute Leistung von uns, das muss man sagen. Jedoch nehmen wir den einen Punkt mehr, den wir im Vergleich zu den letzten Gastspielen hier holen konnten, mit.

War die Partie vergleichbar mit jenen drei in der Vergangenheit, die der FCB hier verloren hat?

Ja, das kann man vergleichen. Es lief zwar eigentlich für uns mit diesem Führungstreffer, der gegen sie immer wichtig ist. Dass wir aber die Kontrolle der ersten Halbzeit nicht über 90 Minuten durchziehen konnten, ist schade.

Das 1:0 für den FCB war aber etwas glücklich.

Das ist so, absolut. Also die Art und Weise, wie das Tor gefallen ist, nicht aber, dass es gefallen ist. Denn ich hatte das Gefühl, dass wir da besser im Spiel waren und der Führungstreffer eine Frage der Zeit war. Aber wir nehmen auch mal ein in der Entstehung so glückliches Tor.

Nach diesem Remis verpasst der FCB den Sprung an die Tabellenspitze. Sind Sie frustriert?

Jetzt gerade ist eine Enttäuschung über unsere Leistung da. Es Frust zu nennen, wäre aber etwas übertrieben. Wir zeigten aber nicht, was wir uns vorgenommen hatten. Die Tabelle ist so früh in der Saison noch relativ wurst, würde ich sagen. Aber klar, es sind zwei verlorene Punkte. Wir wollten diesen Sieg.

Die Bilder zum Spiel:

Der FCB muss im Tessin viele Zweikämpfe bestreiten. Hier bekommt es Raoul Petretta mit Jonathan Sabbatini zu tun.
12 Bilder
Der Interimstrainer der Luganesi, Mattia Croci Torti ist lautstark zu hören.
Die hohen Bälle müssen die Basler regelmässig per Kopf verarbeiten. Hier schafft das Valentin Stocker.
Der Stürmer der Luganesi, Mattia Bottani verletzt sich früh und muss ausgewechselt werden.
Nach einem glücklichen Tor von Arthur Cabral, herzt sich das Basler Team.
Die Balser Offensivleute müssen sich immer wieder gegen mehrere Gegner durchsetzen. Hier ist Pajtim Kasami gegen drei Tessiner im Infight.
Raoul Petretta bekommt es auf seiner Seite defensiv wie offensiv mit Numa Lavanchy zu tun.
Viele Fouls prägen das Spiel beider Teams. Taulant Xhaka ist mal Täter und mal Opfer.
Ungehindert kann Asumah Abubakar zum 1:1 einköpfen.
Der eingewechselte Christoppher Lungoyi sorgt für Wirbel auf der linken Seite. Ein Tor gelingt ihm aber nicht.
Tomas Tavares gibt heute sein Debüt für den FC Basel auf der Aussenverteidigerposition.
Und der nächste Debütant ist Wouter Burger. Er spielt heute in der Innenverteidigung.

Der FCB muss im Tessin viele Zweikämpfe bestreiten. Hier bekommt es Raoul Petretta mit Jonathan Sabbatini zu tun.

Claudio De Capitani / freshfocus

Sind es vielleicht im Moment noch zu viele neue Spieler?

Wenn man auf Ursachenforschung geht, kommt man vielleicht irgendwann auf den Punkt, dass es nicht optimal war – auf dieses Spiel bezogen – wenn du drei, vier Neue drin hast, mit denen ich persönlich jetzt maximal ein Training absolviert habe. Aber so ist die Situation. Ich weiss aber auch von meinen Mitspielern, dass sie Qualitäten haben, die sie noch in unser Spiel bringen, die uns helfen werden.

Ich bin aber einfach kein Freund davon, dass man das Gefühl haben muss, dass jeder gleich am ersten Tag einschlägt und uns zum Sieg führt. Das ist nicht ganz realistisch. Ich werde ihnen die Zeit geben, sich zu entwickeln, und hoffe, dass sie uns dann helfen werden.

Sie haben in der Nati auf der Sechs gespielt, jetzt wieder in der Abwehr. Wie war der Wechsel für Sie?

Mit diesem Wechsel konnte ich rechnen, gerade auch jetzt, wo Eray Cömert noch ausgefallen ist. Es geht im Moment ein bisschen rasch hin und her, das ist nicht das Ziel. Aber den Schalter umzulegen, ist nicht so schwer für mich. Ich bin aber schon auch froh, wenn ich wieder etwas sesshafter werde auf einer Position.

Aktuelle Nachrichten