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Swiss Cycling beider Basel plagen erhebliche Nachwuchssorgen

Swiss Cycling beider Basel plagen erhebliche Nachwuchssorgen. Dies sagte Präsident Andreas Wild am Rand der traditionellen Dienstagabend-Rennen in Möhlin, die mit der fünften Serie diese Woche abgeschlossen wurden.

Willi Wenger-Wüthrich
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In Möhlin wurde zum Abschluss der Dienstagabend-Rennen hart gekämpft.

In Möhlin wurde zum Abschluss der Dienstagabend-Rennen hart gekämpft.

Willi Wenger-Wüthrich

«Wir haben viel zu wenig Nachwuchs», sagte Wild zur bz, der zusammen mit seiner Frau Graziella zwei der treibenden Kräfte hinter dem Traditionsanlass «Dienstagabendrennen» sind. Aber nicht nur diese beiden, viele weitere Freiwillige - auch von Co-Organisator VMC Helvetia Möhlin - stellen für den Anlass ein unverzichtbares Element dar.

Dennoch, auch wenn zum Abschluss alles pannen- und unfallfrei über die Bühne ging, macht sich Wild für die unmittelbare Zukunft in den beiden Basel Sorgen. «Wir befinden uns in einem Loch und ich weiss, dass uns ein langer, harter Weg bevorsteht».

Deutscher Sieger

Der Tagesieger vom Dienstag und der Gesamtsieger der Rennserie heisst Marcel Weber aus Schliengen/De. Er strahlte am Ziel und war hochzufrieden. «Heute hatte ich hier ein gutes Rennen und gleichzeitig ein ausgezeichnetes Training».

Er habe Renntempo in die Beine gekriegt und er habe das Sprinten üben und weiter verbessern können. Der 28-jährige Wirtschaftswissenschafter beendete den Tag auf dem Rennrad, mit welchem er wie das Gros der Teilnehmer nach Hause fuhr.

Am Rennen waren sicher mehr als 400'000 Franken «unterwegs». Die Rennränder, wie sie hier zum Einsatz gelangen, würden mehrere Tausend Franken kosten, beurteilte ein Trainer die Situation. «6'000 Franken pro Rad sind heute normal, 10'000 Franken eigentlich auch noch. Nach oben ist das Ganze offen», sagten in Möhlin die Fachleute.

Aktiver werden

Es gelte, so Wild, Vieles auf ein neues Fundament zu stellen. Das Leistungszentrum Reigoldswil, das den Nachwuchs-Lead übernommen habe, sei ebenso gefordert wie die Vereine und der Verband. «Wir alle müssen aktiver werden und mehr machen», ist sich der Swiss-Cycling-Präsident sicher.

Er und seine Mannschaft haben deshalb drei Trainings-Zellen, wie er sie bezeichnet, ins Leben gerufen. «Wir sind auch mit dem Sportamt Baselland und mit Sport Basel im Gespräch. Von beiden Stellen erhalten wir wertvolle Unterstützung».

Helfer sind unabdingbar

Dennoch: Wild konnte am Rennen in Möhlin auch strahlen. Die Vorbereitung auf die Saison habe mit den am 11. April gestarteten Prüfungen bestens geklappt, auch dank den Kollegen aus dem Fricktal und den diszipliniert fahrenden Athletinnen und Athleten. «Wir alle sind hier eine Familie und ein sehr eingespieltes Team. Jeder und jede weiss, was zu tun ist».

Für viele Fahrer stellte die Prüfung (auch) ein gutes Training dar.

Für viele Fahrer stellte die Prüfung (auch) ein gutes Training dar.

Willi Wenger-Wüthrich

Wild denkt dabei an die Jury-Mitglieder von Swiss Cycling Fricktal oder an seine Vereine, welche die Streckenposten zur Verfügung stellen. «Ohne diese Freiwilligenarbeit ginge es nicht», kommentierte Wild, der sich erhofft, dass dereinst mehr als zwei Junioren und ein Schüler seines Verbands regelmässig nationale Rennen bestreiten.