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Tabakovic übernimmt die Nachfolge von Chiarelli bei den Old Boys

Samir Tabakovic wird bei den Old Boys nicht Assistenz-, sondern Cheftrainer

Samir Tabakovic wird bei den Old Boys nicht Assistenz-, sondern Cheftrainer

Die Old Boys haben zwei Tage nach Bekanntgabe der Trennung von Cheftrainer Marco Chiarelli, dessen Nachfolger präsentiert. Es ist Samir Tabakovic. Er war ursprünglich als Assistent Chiarellis vorgesehen, übernimmt nun aber dessen Amt.

Ganz überraschend kam die Nachricht, dass Chiarelli die Old Boys verlässt, nicht. So richtig warm wurde der Quartierklub mit Chiarelli kaum. Die 16 Punkte aus den 14 Spielen seit dem Winter waren zwar ganz okay und der Klassenerhalt wurde erreicht, doch ausser einer kurzen Serie von vier Spielen ohne Niederlage im April war die Stimmung im Verein nie im Hoch.

Zudem konnte man, von aussen betrachtet, nie wirklich eine grosse Rückendeckung für den 51-jährigen Trainer verspüren. Einerseits, weil Sportchef Walter Schneider – der Chiarelli im Winter zu den Old Boys geholt hatte – Anfang März entlassen wurde. Zwar bemühte sich die OB-Klubleitung stets zu betonen, dass Sportchef und Trainer gar nicht so ein enges Verhältnis hätten, aber Chiarelli wurde damals mit den Worten «ich bin überrascht und enttäuscht» zitiert.

Chiarelli sah kein Problem im Rückhalt

Als zweiten Grund für die mangelnde Rückendeckung durfte die Verpflichtung des vormaligen Black-Stars-Trainers Samir Tabakovic – ursprünglich als Assistenztrainer für die kommende Saison – gesehen werden. Der ehemalige FCB-Spieler verfügt über die höheren Trainerlizenzen als Chiarelli, hätte diesem aber nur zur Seite stehen sollen. In diesen finanziell nicht rosigen Zeiten bei den Old Boys machte solch eine Anstellung wenig Sinn, zumal Tabakovic zuvor bei den Black Stars als Cheftrainer tätig war – einem Verein, der in der Region trotz Ligaunterschied ein ähnlich grosses Kaliber ist.

Von mangelndem Rückhalt will Chiarelli selbst nichts wissen. «Mein fehlendes A-Trainerdiplom war der Hauptgrund für die Trennung», sagt er. Es hätte schon Möglichkeiten gegeben, dass er als Trainer weitermacht, da Assistent Tabakovic über die nötigen Diplome verfügt. Aber Chiarelli und auch die Klubleitung waren zu wenig von dieser Lösung überzeugt, genauso wenig wie von der Idee, dass Chiarelli nun selbst Assistenztrainer werden sollte. «Aber die Trennung erfolgte ohne jeglichen Streit, sondern im gegenseitigen Respekt – und das ist mir wichtig», betont Chiarelli. Wie es für ihn nun weitergeht, ist unklar. «Ich lasse alles auf mich zukommen und habe noch keine fixen Präferenzen.»

Tabakovic wird in der kommenden Saison in seinem Amt als Cheftrainer von Mario De Meo als Assistent unterstützt. Des Weiteren wurden für den Trainerstaff der 1. Mannschaft Dirk Keller als Goalietrainer und Zemri Demmiri als Teamcoach verpflichtet.

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