FC Basel

Tabellenführung verpasst: Der FCB unterliegt starkem Servette mit 0:2

Der FCB strauchelt nach der Länderspielpause. Gegen ein bärenstarkes Servette verliert das Team von Marcel Koller zurecht mit 0:2. Überschattet wird die ohnehin schon schmerzhafte Pleite in Genf durch eine Szene nach dem Schlusspfiff: Valentin Stocker schubst Schiedsrichter Abed und sieht dafür rot.

Das Spiel: Servette wird zum Riesentöter

Diese Bilanz muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen: Zwei Spiele, sechs Punkte und 5:0 Tore. Der Tabellenfünfte Servette fertigt nach YB auch den FC Basel ab. Und das nicht einmal unverdient: Die Mannschaft von Alain Geiger bringt den FCB mit einem entschlossenen, mutigen und kompromisslosen Auftritt ins Stolpern.

Dabei müssen die Genfer gleich nach zwei Minuten einen herben Rückschlag einstecken: Captain Sauthier verletzt sich an der Schulter und muss raus. Das Momentum bleibt aber bei Genf. Und wie. In der 7. Minute bringt Stevanovic die Grenats per Kopf in Führung. Die Vorarbeit kam per Zuckerflanke von Tasar. In der Folge kommen die Genfer zu weiteren Top-Chancen. Nur dank Jonas Omlin liegt der FCB nicht höher im Hintertreffen.

Mit Fortdauer der Partie kann die Koller-Elf etwas Ruhe ins Spiel bringen. Der FCB wird etwas gefestigter, bekundet aber noch immer grösste Mühe mit dem bissigen Gegner und dem zerfurchten Rasen im Stade de Genève. Insbesondere offensiv bringen die Gäste nichts zustande - ein Freistoss-Lattenknaller alderetes einmal ausgenommen. Servette zeigt eine Galavorstellung und ist vielleicht nicht immer das klar bessere, nie aber das schlechtere Team.

Nach der Pause stürmt der FCB mit dem eingewechselten Okafor an und kommt zu Chancen im Minutentakt: Die tapferen Genfer verteidigen sich aber mit allem, was sie haben und überstehen die Druckphase. Danach verliert Basel den Zugriff aufs Spiel, Servette verwaltet geschickt. Und setzt dem Spiel noch die Krone auf: Koné veredelt in der Nachspielzeit einen Konter zum 2:0. Ein Resultat, das in diese Höhe in Ordnung geht.

Durch den Nuller in Genf verpasst es der FCB, über Nacht zum LEader zu werden. YB kann morgen auf vier Punkte davonziehen. Keine guten Vorzeichen für den Spitzenkampf in Basel am 1. Dezember. 

Der Beste: Jonas Omlin

An ihm lag es zweifellos nicht. Jonas Omlin hielt den FCB mit seinen Glanztaten überhaupt erst im Spiel. Mindestens vier hundertprozentige Chancen der Genfer kann er entschärfen - seine Tat gegen Stevanovic kurz nach dem 1:0 ermöglicht dem FCB überhaupt erst, noch länger von der Wende zu träumen.

Das gab zu reden: Stocker fliegt nach Schlusspfiff vom Platz

Als hätte die Niederlage beim Aufsteiger nicht schon genügt, um sich das Momentum für das Spitzenspiel gegen YB zu erschweren, dezimiert sich der FCB auch noch personell. Captain Valentin Stocker hat sich nach Schlusspfiff nicht im Griff - und schubst den französischen Schiedsrichter Abed. Der Platzverweis ist sowohl dumm als auch indiskutabel. Kurz kommt in der unübersichtlichen Szenerie auch der eindruck auf, Kemal Ademi sei ebenfalls des Platzes verwiesen worden. Wofür, war allerdings unklar. Auch wenn es sich um ein Missverständnis handeln sollte und er am Ende doch nicht im Rapport des Schiedsrichters stehen sollte, fehlt er trotzdem im Spitzenkampf gegen YB: Wegen eines Foulspiels wurde er nach seiner Einwechslung verwarnt und fehlt deshalb gelbgesperrt.

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