Basketball

Tapfere Starwings-Leistung reicht gegen den Titelkandidaten nicht

Nathan Krill (links) wird bei seinem Korbversuch gestört.

Nathan Krill (links) wird bei seinem Korbversuch gestört.

Im zweiten Saisonspiel, dem ersten Heimauftritt seit über acht Monaten, verlieren die Starwings gegen SAM Massagno mit 73:91 (36:46). Gegen die haushohen Favoriten aus dem Tessin zeigen die Birsfelder aber eine engagierte Leistung.

Vor zwei Wochen gewann Massagno seine Auftaktpartie bei der Schweizer Übermann­schaft Fribourg Olympic nach Verlängerung. Wer dort zu siegen vermag, ist bei einem Gastauftritt in Birsfelden der haushohe Favorit. Eine Rolle, der die Tessiner gerecht wurden.              

Allerdings zeigten die Starwings, zumindest im ersten und letzten Viertel, eine Leistung, die Freude machte und für die Zukunft einiges verspricht. In der Birsfelder Stammfünf stand mit Yafet Haile ein erst 20-jähriger Bursche, der seinen 2. NLA-Match bestritt. Das Gleiche galt für Vid Milenkovic. Beide Zuzüge zeigten eine ansprechende Leistung, auch wenn Haile ein wenig ungestüm war und sich von den gegnerischen Centern ab und zu düpieren liess. Aber bei Massagno spielte auch ein Paschal Chukwu, der sagenhafte 217 Zentimeter misst und über eine illustre Vergangenheit - unter anderem in Griechenland - verfügt. Ebenso beeindruckend war die Darbietung von Starwings-Pivot Cheikh Sane, der zwar «nur» 207 Zentimeter misst, aber – wie Chukwu – ebenfalls 14 Rebounds holte. Wobei Sane sieben in der Offensive gelangen.

Die Birsfelder bekundeten Pech mit den Referees. Natürlich hatten sie auf das finale Skore keinen Einfluss, aber nicht jeder Massagno-Block war sauber. So schien das Motto der Unparteiischen zu sein: «In dubio pro SAM».

Das US-Duo Deondre Burns und Matthew Milon gefiel ebenfalls. Ersterer überzeugte mit seiner Ballführung und einem guten Zug zum Korb. Dass dem 23-Jährigen ab und zu noch die Übersicht fehlt und er nicht immer die beste Entscheidung fällt, ist bei einem Rookie aus dem College verständlich. Bedauerlich ist, dass die Starwings für Milon zu wenige «offene Würfe» kreieren konnten. Der smarte US-Boy steht nämlich dem legendären Bruce Fields - dem ein­stigen Publikumsliebling aus der Saison 2005/06 - in nichts nach.

Nicht alle Starwings-Spieler kamen auf Touren

Weil Nathan Krill, der renommierteste Profi der Starwings, im Moment wegen einer Krankheit nur marginal eingesetzt werden kann, verfügten die Gastgeber über zu wenig Substanz. Zu wenig Einfluss auf die Partie hatten Ilija Vranic - der Zürcher verwarf alle Freiwürfe - und Branislav Kostic, der abermals nicht skorte und in der De­fense viel Mühe bekundete. Die Hoffnung, dass es zu einem Comeback des ehemaligen Captains und Routiniers Joël Fuchs (31) kommt, ist gross.

Massagno hatte schliesslich die Gebrüder Dusan und Marko Mladjan, die den Unterschied ausmachten. Sie alleine ver­schlingen mehr Mittel als das Budget der Starwings. Auch wenn die Spielart der beiden Tessiner mit serbischen Wurzeln zuweilen als arrogant daherkommt, erzielten sie, ohne gross zu schwitzen, 45 Punkte. Während auf der einen Seite die offenen Würfe verschossen wurden, trafen die beiden Gebrüder auch in Bedrängnis und mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr. Mit einem vierten Profi, der im Januar kommen soll, dürfte Massagno ein ernsthafter Kandidat sein, um die Meisterschaft zu gewinnen.

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