Nachgefragt

Taulant Xhaka nach der Pleite gegen St. Gallen: «Sie waren bissiger und spielerisch besser als wir»

FCB-Ersatzcaptain Taulant Xhaka

FCB-Ersatzcaptain Taulant Xhaka

Der FCB-Captain gegen St. Gallen, Taulant Xhaka, erklärt die Basler Gemütslage und äussert sich zu den Pfiffen.

Taulant Xhaka, der FC Basel unterliegt dem FC St. Gallen mit 1:2, nach einer schwachen zweiten Halbzeit und einem Last-Minute-Tor. Was ist passiert?

Taulant Xhaka: Das ist ehrlich gesagt sehr schwierig. Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll.

Probieren Sie es.

Es ist sehr enttäuschend. Wir haben uns für dieses Spiel sehr viel vorgenommen. Wir sind sehr gut in die Partie gekommen, hatten die ersten 30 Minuten alles im Griff. Danach hat St. Gallen das sehr gut gemacht, war aggressiver und im Umschaltspiel sehr viel schneller als wir. Und in der zweiten Halbzeit  haben sie praktisch gar nichts zugelassen. Wir haben dann ein wirklich dummes Tor kassiert und diese Niederlage ist einfach enttäuschend.

Insbesondere die Darbietung in der zweiten Halbzeit ist unerklärlich und inakzeptabel.

Definitiv. Phasenweise waren wir zwar schon gut, aber nie gut genug. St. Gallen ist immer wieder in dieses Spiel zurückgekehrt. Sie waren bissiger, spielerisch besser als wir und haben in der Folge auch gewonnen.

Ist der St.-Galler-Sieg in Ihren Augen verdient?

Wenn man die erste Halbzeit anschaut, dann nicht. Wenn wir da unsere Konter, die wir drei- oder viermal haben, besser zu Ende spielen, dann kann es auch 2:0 für uns stehen. Aber wenn man die zweite Halbzeit anschaut, ist es verdient. Wir können das besser und das wissen wir auch alle.

Was muss in den nächsten Tagen und Wochen passieren, damit der FC Basel wieder zurück in die Spur findet?

Wir müssen im Training hart arbeiten, da wieder 100 Prozent geben. Dann bin ich mir sicher, dass es wieder kommt.

Der FCB hat nach dem Spiel gegen YB auch das zweite Spitzenspiel verloren. Nach der Niederlage gegen Luzern vor der Winterpause sind das drei Pleiten in Serie.

Das haben wir vorhin grade angesprochen. Jeder Spieler ist sehr enttäuscht. Das kann man auch sein. Aber: Wir müssen jetzt nach vorne schauen, noch mehr zusammenhalten. Dann kommt es wieder gut.

Mit dieser Niederlage hat Ihr Team jetzt fünf Punkte Rückstand auf St. Gallen und YB. Nach dem Spiel gab es Pfiffe von der ganzen Muttenzerkurve. Verstehen Sie den Ärger der Fans?

Absolut, ja. Die Fans haben mehr erwartet, wir auch. Vor allem, nachdem wir alles erst im Griff hatten und Kevin Bua noch dieses schöne Tor erzielt hat.

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