Eiskunstlauf
Team Dancers Basel: Eistanz mit der Weltelite in Helsinki

In der Schweiz sind sie konkurrenzlos. Im wahrsten Sinne. Die Team Dancers aus Basel vertreten die Schweiz an den Weltmeisterschaften im Synchroneiskunstlauf in der finnischen Hauptstadt.

Patrick Pensa
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Die Team Dancers bei einem Turnier im französischen Rouen. zvg

Die Team Dancers bei einem Turnier im französischen Rouen. zvg

bz Basellandschaftliche Zeitung

Seit dieser Saison ist der EC beider Basel nämlich der einzige Klub, der ein komplettes Synchroneiskunstlauf-Team stellen kann. 22 Läuferinnen, einen Läufer und zwei Trainerinnen umfasst das Kader in diesem Jahr. Logisch, dass die Team Dancers auch Schweizer Meister sind.

Für die WM, die dieses Wochenende in Helsinki stattfinden wird, erfolgte die Qualifikation aber nicht automatisch. Das Team musste die Kriterien des Verbandes erfüllen, der nicht einfach so einen Schweizer Vertreter an eine WM schicken wollte. Diese Hürde konnten die Läufer aber im November überspringen.

Nun sind sie bereits in Finnland und versuchen sich heute und morgen an die grosse Eishalle, in der bis zu 10000 Zuschauer erwartet werden, zu gewöhnen. Im Gegensatz zum Feld in der St.Jakob-Arena hat die Wettkampffläche keine Markierungen, sodass sich das Team neue Orientierungspunkte merken muss, wie Läuferin Julie Labhardt erklärt.

Mittelfeldplatz als Ziel

Die Team Dancers streben an der Meisterschaft einen Platz im Mittelfeld an. «Aus 16 Nationen sind 21 Mannschaften am Start. Der 14.Rang wäre ein gutes Resultat, welches in etwa unserem Trainingsaufwand entsprechen würde», sagt Labhart. Die Basler sind dreimal wöchentlich auf dem Eis sowie jedes zweite Wochenende. In der Zeit vor der WM sogar an jedem Wochenende.

Das Team, welches zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft teilnehmen wird, sieht die WM als Erlebnis und als Chance, vor einem grossen Publikum zu laufen und das einstudierte Programm zu zeigen. Die Konkurrenz konnten die Basler zum Teil bereits im Verlauf des Winters an internationalen Turnieren in Frankreich und Italien beobachten.

Grosser Favorit ist Gastgeberland Finnland, das zwei Teams stellt und an der letzten WM Gold und Silber gewinnen konnte. Aber auch Kanada, Schweden und die USA haben sehr gute Mannschaften, die einen hohen Aufwand betreiben und um die Medaillen mitreden wollen.