Zurzeit dreht sich in der Sportwelt alles um die Olympischen Spiele in Sotschi. Auch wenn heute in Basel die Badminton Team-Europameisterschaften und am Freitag die erste U15-EM der Geschichte beginnen, wird sich dies nicht ändern. Basel freut sich trotzdem, Gastgeber des Grossanlasses zu sein. Gleichzeitig kämpft die Schweizer Badmintonszene tapfer um Beachtung.

Von heute bis Donnerstag gehen die Gruppenspiele der Team-EM auf den total zehn Courts der St. Jakobshalle über die Bühne. 21 Frauen-Teams und 26 Männer-Teams streiten sich um die Viertelfinalplätze. Auch die beiden Schweizer Mannschaften nehmen an diesem Wettkampf teil.

Nati-Trainer: «Glaube an Viertelfinals lebt»

Die Vorzeichen für ein erfolgreiches Abschneiden des Frauen-Teams stehen suboptimal: Nicole Schaller, hinter Captain Sabrina Jaquet beste Schweizerin, fehlt verletzt. Hinzu kommt, dass das Frauen-Team (und auch der Trainer) die letzte Woche im Krankenbett verbrachten – mittlerweile aber wieder einigermassen genesen sind.

Nati-Trainer Morten Kragh, der etwas angespannt ist, gibt sich im Hinblick des formulierten Ziels «Viertelfinal» trotzdem optimistisch: «Der Glaube daran lebt und das Team wird mit dem kämpfen, was es hat.»

In der Favoritenrolle auf den Titel sieht er bei den Frauen Bulgarien, Dänemark und Deutschland. «Auch Aussenseiter Spanien könnte ein Überraschungscoup landen», sagt der Däne.

Männer brauchen Glück

Für die Schweizer Männer liegt der Gruppensieg nicht drin. Gruppengegner Deutschland ist schlichtweg zu stark für die Schweizer Truppe um Team-Captain Christoph Heiniger. «Der zweite Rang ist unser Ziel. Da nur die drei besten Gruppenzweiten in die Viertelfinals kommen, sind wir von den Resultaten in den anderen Gruppen abhängig», erklärt Kragh.

«Sämtliche Nati-Spieler sehen es als Ehre, hier in der Schweiz spielen zu dürfen und werden hoffentlich grenzenlos über sich hinaus wachsen», sagt er weiter.

Eines ist sicher: Ein Besuch der «Badminton’schen Spiele» in Basel verspricht genauso viel – wenn nicht noch mehr – Spannung und Stimmung wie das Verfolgen der Olympischen Spiele vor der Mattscheibe.