Volleyball
Therwil auf Finalkurs: Noch kein Grund, um übermütig zu werden

Vier Punkte Reserve vor den letzten fünf Partien. Beim VB Therwil kann die Teilnahme an der Runde der besten vier NLB-Mannschaften geplant werden. Im Umfeld herrscht eine nicht zu übersehende Begeisterung, teamintern gibt man sich zurückhaltender.

Daniel Weissenbrunner
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Therwil und Tanja Lüdin (hinten) setzten sich durch. Aeschbacher

Therwil und Tanja Lüdin (hinten) setzten sich durch. Aeschbacher

«So eindeutig, wie es vielleicht aussieht, ist es nicht», drückt Christoph Markwalder auf die Euphoriebremse. Der TK-Chef warnt davor, übermütig zu werden. Als Aufsteiger hat das Team in der zweithöchsten Klasse erstaunlich schnell Fuss gefasst und sich als dritte Kraft eingereiht. Das überrascht, im Gegensatz zur Konkurrenz wird in Therwil fast nur auf den eigenen Nachwuchs gesetzt wird.

In Therwil setzt man konsequent auf Eigengewächse und nimmt damit auch Rückschläge in Kauf. In den letzten 16 Jahren ist die Mannschaft dreimal aus der Nationalliga B abgestiegen. Christoph Markwalder wehrt sich aber vehement gegen das Etikett der Liftmannschaft. «Das kann ich nicht gelten lassen.» Grund für die Relegationen sei nicht selten der unfaire Modus gewesen, räumt der 66-Jährige ein. Dagegen hat sich Markwalder an der Ligakonferenz gewehrt und ist mit seinem Antrag durchgekommen. Neu nehmen die Teams in die Final- und in die Abstiegsrunde die volle Punktzahl aus der Qualifikation mit.

Gegen Schönenwerd erwischten die Therwilerinnen nicht ihren besten Tag. Das Spiel lebte wegen der hohen Fehlerquote in erster Linie von der Spannung. Martin Brin war mit der Leistung seines Teams nur beschränkt zufrieden. «Wir waren die bessere Mannschaft, uns unterliefen aber zu viele Ungenauigkeiten», stellte der scheidende Trainer des VBT fest.

Folgt Villani auf Brin?

Nach zwei Jahren endet am 31. Dezember seine Tätigkeit in Therwil. Brin tritt in Bern eine neue Stelle an. Sein Nachfolger heisst aller Voraussicht nach Matteo Villani. Der bisherige Assistent gilt als Kronfavorit für die Aufgabe des Headcoachs. «Wie die Rollenverteilung genau aussehen wird, müssen wir in den kommenden Wochen klären», sagt Christoph Markwalder. Ungeachtet der personellen Zusammensetzung: Sobald Therwil die Finalrunde auch rechnerisch auf sicher hat, wird Brin Matteo Villani die operative Leitung übergeben. Theoretisch könnte das bereits in zwei Wochen der Fall sein.