Fussball
Thomas Häberli: «Diese Herausforderung nehme ich gerne an»

Thomas Häberli steht am Samstag beim Heimspiel gegen Brühl erstmals an der Seitenlinie. Der neue Trainer von FC Basel U21 spricht über die Erwartungen, die Ziele und die kurze Anpassungszeit.

Jonas Burch
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Th. Häberli. key

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Thomas Häberli, mit Ihnen hat Basel einen renommierten Fussball-Fachmann verpflichtet. Entsprechend gross sind auch die Erwartungen.

Thomas Häberli: Dessen bin ich mir bewusst. Aber die Herausforderung nehme ich gerne an. Für mich gab es nie Bedenken, als ich beim FCB unterschrieben habe.

Die U21 beendete die letzte Saison punktgleich mit Schaffhausen auf dem 2. Platz. Folgt in diesem Jahr die Bestätigung?

Wir treten mit einer fast komplett veränderten Mannschaft an, das Team wird ein neues Gesicht haben. Natürlich liest sich ein solcher Tabellenplatz immer gut, aber uns geht es weniger um den Rang, sondern viel mehr um die Förderung von Talenten.

Wurde diese Förderung im letzten Jahr für den Erfolg vernachlässigt?

Über die vergangene Spielzeit kann und will ich nicht urteilen. Wir haben unsere Nachwuchs-Strategie leicht angepasst, wollen intensiver mit der U18 zusammenarbeiten und die Talente behutsamer aufbauen und langsam an den Profi-Betrieb heranführen.

Kam die Konzept-Änderung von Ihnen aus?

Die Kursänderung war ein Entscheid von Massimo Ceccaroni, ich bin nun für die Umsetzung zuständig. Aber wir hatten die gleichen Vorstellungen.

Sie sind seit dem 1. Juni im Amt, übernehmen ein Team im Umbruch. Kommt der Start nicht zu früh?

Natürlich ging alles Schlag auf Schlag. Aber wir hatten trotz vieler Absenzen eine gute Vorbereitung mit einem Trainingslager in Österreich. Der Kurs stimmt. Klar ist, dass die Findungsphase über den Saisonstart hinausgehen wird. Wir haben Spieler im Alter von 16 bis 20 Jahren im Kader, da braucht es seine Zeit, bis die Abstimmung und die Automatismen funktionieren.

Es gab Testspiele mit 10:0-Kantersiegen und andere, die 1:3 verloren gingen. Ihr Fazit?

Es sind klassische Junioren-Resultate. Noch fehlt es an der nötigen Konstanz. Die Wahrheit zeigt sich morgen gegen Brühl, wo meine Jungs auf gestandene, reife Spieler treffen. Für ein Team, das nur aus jungen Talenten besteht, ein spannender Gradmesser.

Keinen Einfluss haben Sie auf die Situation der aussortierten Spieler des Fanion-Teams. Inwiefern wird Ihre Arbeit dadurch beeinflusst?

Das gehört bei jeder U21-Mannschaft dazu. Aber klar, es macht die Sache natürlich nicht leichter, weil die Spieler aus der 1. Mannschaft hier zwingend zu Spielpraxis kommen müssen, um im Rhythmus zu bleiben. Dabei darf die Pipeline der jungen Talente nicht verstopft werden. Und es ist meine Aufgabe, mit der nötigen Flexibilität die passendste Lösung für alle Parteien zu finden.