Tischtennis
Tischtennis: Rio-Star Muttenz ist bereit für den Coup

Die Teams von Rio-Star Muttenz stehen vor entscheidenden Tagen. Während die Frauen ihren ersten Meistertitel anstreben, spielen die Männer um den Finaleinzug.

Jonas Burch
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Sie ist in dieser Saison in Diensten von Rio-Star noch ungeschlagen: Ni Xialian.

Sie ist in dieser Saison in Diensten von Rio-Star noch ungeschlagen: Ni Xialian.

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Noch zwei Spiele, dann könnten die Geschichtsbücher von Rio-Star Muttenz um ein weiteres Kapitel reicher sein. Denn noch nie holte sich das Frauen-Team einen Schweizer Meistertitel, überhaupt stand die Mannschaft noch nie in einem Playoff-Endspiel. Nach einer überragenden Saison – geprägt von der neu verpflichteten und noch ungeschlagenen Chinesin Ni Xialian – gelten die Baselbieterinnen vor der Endspiel-Serie gegen Neuhausen als leichter Favorit. Trainer Karl Rebmann will davon nichts wissen: «Die Ausgangslage ist offen. Vor allem die Tagesform wird entscheidend sein, in der Tendenz hat Neuhausen aber ein breiteres und routinierteres Kader.»

Dass die erste Partie heute auswärts stattfindet, sieht der Trainer nicht als Nachteil. Sicher ein Nachteil ist aber der Krankheits-Ausfall von Rijana Zumbrunnen, die wenige Tage vor dem Spiel wegen Scharlach das Bett hüten muss. «Jetzt liegt es an den anderen Spielerinnen, diesen Ausfall zu kompensieren», sagt Rebmann nüchtern. Mit Ni Xialian, der ebenfalls noch ungeschlagenen Tatana Svobodova und Janine Ebner stellt Rio-Star dennoch eine Mannschaft, die bereit für den grossen Coup sein wird.

Männer wieder haushoher Favorit

Ganz anders ist die Ausgangslage bei den Männern. In den Playoff-Halbfinals treffen die Muttenzer zu Hause auf Wil – und sind dabei haushoher Favorit. Nach neun Titeln in Serie ist das Selbstvertrauen so gross wie nie. «Trotzdem müssen wir die Konzentration immer auf dem höchsten Niveau halten. Vieles sieht von aussen leichter aus, als es in Wirklichkeit ist», weiss Rebmann.

Trotzdem: Gründe, die gegen den Finaleinzug und zehnten Titel in Folge sprechen, sind schwer zu finden. «An der Motivation wird es jedenfalls nicht liegen. Noch nie spielte die Mannschaft mehr als zwei Jahre in derselben Konstellation zusammen.» Neue Spieler, neue Energie, neue Motivation. Eine simple Erfolgsformel.

Noch steht Muttenz mit leeren Händen da. Fällt Rio-Star nicht der Himmel auf den Kopf, darf man in der Pokal-Vitrine bereits zwei freie Plätze suchen.

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