Lange dauerte es, aber am Ende musste sich auch der Rumäne Levente Vajda dem Moskauer Titelverteidiger Boris Grachev geschlagen geben. «Das Spiel gegen Levente Vajda war das schwierigste in meinem diesjährigen Turnierverlauf», erklärte der Russe nach der Partie.

Entscheidend für seinen Sieg über den Rumänen sei auch der Start gewesen, wie der 26-Jährige erzählt: «Ich hatte nach der Eröffnung einen grossen Vorteil. Ich habe aber wohl auch einige Chancen ausgelassen. Die Analyse der Partie wird dies dann zeigen.»

Mit dem vierten Sieg in Folge übernahm Grachev nun die alleinige Führung im Turnier und setzte sich vom Turnierfavoriten Maxime Vachier-Lagrave ab, der in seiner dritten Partie gegen den Russen Vortnikov ein Remis hinnehmen musste.

Am Freitag und Samstag wird also der Titelverteidiger wieder der Gejagte sein- Die Frage stellt sich, wer den Russen stoppen kann oder ihm als Erster Punkte abknöpft. «Natürlich ist der Turniersieg im Hinterkopf. Für das bin ich gekommen. Aber ich will nun einfach jede Partie spielen.»

Die nächsten beiden Partien werden heute um 9.30 und 16 Uhr im Hilton in Basel ausgetragen. Grachev wird dabei auf den Verfolger André Istratescu stossen, während sein grösster Konkurrent um den Turniersieg gegen Grachevs Landesgenosse Maxim Turov treffen wird. Zwei Duelle zwischen Russland und Frankreich warten somit in Basel.