9.45 Uhr wurde das Team informiert, um 10 Uhr ging die Pressemitteilung raus und um 11 Uhr stand das Team erstmals mit dem neuen Trainerduo auf dem Eis. «Beim ersten Training sind beide Seiten nervös, Spieler und Trainer. Deswegen habe ich direkt Oliver aufs Eis gelassen, damit sie ihn kennenlernen», sagt Daniel Baur nach der Einheit. Er hat gestern Abend vom Entscheid erfahren und sich entsprechend vorbereitet.

Schritt für Schritt ist die Direktive

Nach nur einer Einheit wollte er noch kein Fazit ziehen. Es sei wichtig, dass man jetzt nicht zu viel wolle. Schritt für Schritt soll es aufwärts gehen. Bis zum Match am Freitag gegen Leader Olten soll ein Schwergewicht auf die Verteidigungsarbeit gelegt werden. «Ich habe im ersten Training bewusst nicht in Blöcken trainiert, sondern einfach in zwei Teams. So weiss jeder, dass die Karten neu gemischt werden», sagt der 54-jährige Baur. Im Vordergrund stand vor allem das Spielen. Baur will, dass die Freude am Eishockey und das Selbstvertrauen zurückkehrt.

Keine One-Man-Show

Der Nachwuchschef legt grossen Wert darauf, dass es keine One-Man-Show ist, die er vorführt. Er agiere gemeinsam mit Novizentrainer Oliver Sutter als Team. Zudem soll natürlich auch die Mannschaft Verantwortung übernehmen. Auffälligste Neuerung im ersten Training: es wurde Schweizerdeutsch gesprochen. «Jeder soll sich in seiner Sprache ausdrücken können. Zudem spricht der Grossteil des Teams Deutsch», ist Baur überzeugt. An die neue Sprache muss sich Kanadier Jamie Wright noch gewöhnen. Der Routinier, der neu so etwas wie ein zusätzlicher, spielender Assistent als Verbindung zum Team ist, musste einige Male bei einem Kollegen nachfragen, um eine Übersetzung zu erhalten.